„Das war Übersetzungsarbeit.“

Prof. Dr. Stefan Heinemann: "Nicht zwischen Sicherheit und Freiheit wählen müssen." Foto: Christoph Bubbe
Prof. Dr. Stefan Heinemann: "Nicht zwischen Sicherheit und Freiheit wählen müssen." Foto: Christoph Bubbe

FOM-Prorektor Prof. Dr. Stefan Heinemann ist auch Musiker und Produzent. Über seine musikalische Arbeit kennt er Serge Menga schon seit einigen Jahren. Mit seinem Projekt ‚Lieblingsfarbe BUNT‘ will er das Miteinander von Deutschen und Flüchtlingen fördern.

„Das Stimmungsbild versteift sich viel zu sehr auf die beiden Gegenpole: ‚Willkommen!‘ oder ‚Haut ab!‘“, so Heinemann. Eine qualifizierte Willkommenskultur liege aber dazwischen. „Es gibt das Gastrecht und die Gastpflicht. Das Einhalten dieser Regeln ist allein schon ein Gebot der Höflichkeit. Die Notlage des Gastes legitimiert ihn nicht dazu, die Regeln zu übertreten; die Tatsache, dass er ein Gast ist, uns nicht dazu, ihn besonders, ihn anders dafür zu bestrafen.“ Mit seinem Video hat Serge Menga in den Augen Heinemanns, eine „Übersetzungsarbeit“ geleistet. „Ja, Serge hat Dampf abgelassen. Aber das darf auch mal sein. Der Dialog, der daraus entsteht, ist aber die eigentliche Message. Ihn dafür als ‚schwarzen Nazi‘ zu bezeichnen, ist nicht besser als die spiegelverkehrten Hakenkreuze, die man an meiner Hauswand geschmiert hat.“ Für den Ökonom steht fest: Es ist für keinen Menschen zumutbar, zwischen Sicherheit und Freiheit wählen zu müssen. „Dieser Wertekern ist allein schon in unserem Gesetz enthalten. Und diese Werte sind nicht disponibel.“

Diesen Beitrag teilen

Keine Inhalte gefunden

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Wörter richtig geschrieben sind
  • Probieren Sie andere Suchbegriffe.