„Mit Kraft und ohne“

Auftritt Hannelore Kraft: Die Ministerpräsidentin war der Überraschungsgast des Abends. Foto: Gerd Lorenzen
Auftritt Hannelore Kraft: Die Ministerpräsidentin war der Überraschungsgast des Abends. Foto: Gerd Lorenzen

Parteien-Schelte: Beim politischen Karnevals-Ausklang der FDP im Mondpalast in Wanne-Eickel lief der stellv. Landtagsfraktionschef aus Essen, Ralf Witzel, zur kaberettistischen Höchstform auf. Übertroffen wurde er darin nur noch von der stellv. Bundesvorsitzenden Dr. Marie-Agnes Strack-Zimmermann. Viele Liberale aus Essen folgten der Einladung.

Einer aber nicht: Ratsherr Andreas Hellmann. Obwohl die andauernden Querelen in der Essener Ratsfraktion dafür die Ursache sind? Die Gastrednerin bemerkte indes nur das Fehlen von einer: Ministerpräsidentin Hannelore Kraft. Strack-Zimmermann in Bezug auf die Flüchtlingsproblematik in den NRW-Kommunen: „Frau Kraft macht das, was sie am besten kann: abwesend sein.“

Nun, bei der FDP konnte Frau Ministerpräsidentin in der Tat nicht teilnehmen. Denn sie tauchte – für viele überraschend – beim Aschermittwoch der SPD Essen in der Stauderbrauerei auf. Ein Versuch, Geschlossenheit in den sozialdemokratischen Reihen zu demonstrieren? Die SPD in unserer Stadt scheint durch die Flüchtlingsfrage jedenfalls mehr denn je vor einer Zerreißprobe zu stehen. Erst wenige Tage zuvor trat Britta Altenkamp vom Vorsitz der Essener Genossinnen und Genossen zurück. Offizielle Begründung: mangelnde Zeit für das Amt. Beim SPD-Aschermittwoch fehlte von der Ex-Unterbezirkschefin übrigens auch jede Spur. Nicht mal Zeit für Karneval? Sowas aber auch.

Ein Beitrag von Lars Riedel

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