Sparda-Bank und die Geschäfte 2015

Die Sparda-Bank in Essen hat sich im Geschäftsjahr 2015 stabil entwickelt. Das Geschäftsvolumen ging um fünf Millionen Euro auf rund 1,3 Milliarden Euro zurück und befindet sich auf dem Vorjahresniveau. Bei den Kundeneinlagen hingegen legte die Genossenschaftsbank um 6,5 Millionen Euro auf 896 Millionen Euro zu.

Der Kreditbestand wiederum sank um 11,5 Millionen Euro auf rund 359 Millionen Euro. „Das ist insgesamt ein solides Ergebnis in für Banken höchst herausfordernden Zeiten“, so Stefan Dunkel, Regionalleiter der Sparda-Bank. Mit seinen 54 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern betreut der Banker die Sparda-Kunden in Essen.

Kundenzahlen & Immobilienfinanzierung

Erneut positiv haben sich im Jahr 2015 die Kunden- und Mitgliederzahlen der Sparda-Bank in Essen entwickelt. Das Institut konnte 1.904 neue Kunden für sich gewinnen. Damit ist die Gesamtzahl der Kunden um 0,77 % auf 62.081 gestiegen. Für Dunkel ist dies „ein eindrucksvoller Beleg für die ungebrochene Attraktivität des Prinzips Genossenschaft“. Diese Analyse wird auch von unabhängiger Seite bestätigt: Die Gruppe der genossenschaftlich organisierten Sparda-Banken landete 2015 beim Kundenmonitor Deutschland, einer der größten Verbraucherbefragungen hierzulande, zum 23. Mal in Folge auf Platz 1 in der Kategorie Kundenzufriedenheit.

Auch die sind im vergangenen Geschäftsjahr gestiegen – und zwar um 6,5 Millionen Euro auf 896 Millionen Euro. Die größten Zuwächse verzeichnete die Bank bei den Sichteinlagen, Termin- und Spareinlagen hingegen entwickelten sich eher rückläufig. „Als Reaktion auf die niedrigen Zinsen haben unsere Kunden zudem vermehrt in Fonds investiert“, erläutert der Regionalleiter Essen. Dunkel kündigt daher an, dass die Sparda-Bank Anlegern in Zukunft verstärkt Beratungsangebote machen wird, mit denen sie die „bestmögliche Balance zwischen Rendite und Sicherheit für ihr Vermögen“ erreichen können.

Bei den Neuzusagen im Baufinanzierungsgeschäft war die Entwicklung bei der Sparda-Bank in Essen 2015 gut. „Immobilien liegen in der andauernden Niedrigzinsphase als Substanzwerte weiter im Trend“, nennt Stefan Dunkel einen der Gründe für diese Entwicklung. Insgesamt ging das Baufinanzierungsvolumen jedoch um neun Millionen Euro auf rund 340 Millionen zurück. „Die Zeiten niedriger Zinsen nutzen Immobilieneigentümer auch, um Kredite möglichst schnell und variabel zurückzuzahlen“, begründet der Regionalleiter den Rückgang.

Nachgefragt bei Stefan Dunkel,
Regionalleiter der Sparda-Bank in Essen

Regionalleiter der Sparda-Bank in Essen Stefan Dunkel
Regionalleiter der Sparda-Bank in Essen Stefan Dunkel (Foto: Sparda-Bank)

Herr Dunkel, die Niedrigzinsphase hat Anlegern das Leben im vergangenen Jahr nicht eben leicht gemacht. Nur jene, die eine Immobilie finanzieren wollten, konnten sich freuen. Wie fällt Ihr Fazit des vergangenen Geschäftsjahrs aus?

Stefan Dunkel: Für alle, die Geld sicher anlegen und möglichst vermehren wollten, war 2015 erneut ein herausforderndes Jahr. Das gilt für unsere Kunden aber auch für uns als Bank gleichermaßen. Zugleich ist der Aufwand gestiegen, den wir als Bank betreiben müssen, um die hohen regulatorischen Anforderungen zu bewältigen und um unseren Kunden und Mitgliedern in einer zunehmend digitalisierten Welt attraktive Online-Angebote machen zu können. Bei diesen vielfältigen Herausforderungen bin ich mit dem Ergebnis des vergangenen Geschäftsjahrs zufrieden. Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter haben einen guten Job gemacht.

Wie transformieren Sie den traditionsreichen Genossenschaftsgedanken in die digitale Welt?

Stefan Dunkel: Die genossenschaftlichen Werte sind nicht an ein Medium gebunden. Unser Anspruch ist, dass man sie überall erleben kann. Beim Besuch unserer Filialen hier in Essen, beim Gespräch mit unserem telefonischen Service und ganz genau so in unserer digitalen Sparda-Welt. Auch dort steht das zentrale genossenschaftliche Anliegen, die Mitgliederförderung, im Vordergrund. Wir arbeiten intensiv daran, dass alle digitalen Lösungen und Services möglichst perfekt mit den persönlichen Vor-Ort-Angeboten verzahnt sind. Die persönliche faire Beratung in der Filiale bleibt das Herzstück unserer Bank. Heute können und wollen unsere Kunden aber viele Bankgeschäfte selbst im Internet erledigen, sich dort informieren oder ihre Vorhaben kalkulieren. Dafür bieten wir ihnen eine Vielzahl digitaler Angebote, immer mehr davon sind speziell auf die neuen mobilen Endgeräte zugeschnitten und in diesem Bereich werden wir uns in den nächsten Jahren konsequent weiter entwickeln.

Verschwindet die Sparda-Bank bald ganz aus der realen in die digitale Welt?

Stefan Dunkel: Nein, das passiert ganz sicher nicht. Wir investieren in unsere Filialen hier in Essen. Und auch in unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Zudem sind und bleiben wir ein verlässlicher Förderer des Ehrenamts und vielfältiger sozialer und kultureller Institutionen und Initiativen vor Ort in unserem Geschäftsgebiet. Mir gefällt sehr gut, wenn digital und real eine Einheit bilden. Wie zum Beispiel bei der SpardaSpendenWahl, die Ende Februar zum vierten Mal gestartet ist und die sportliche Bewegung in Schulen zum Thema hat. Beim Online-Voting wurden im vergangenen Jahr mehr als 460.000 Stimmen abgegeben. Unsere Spendengelder in Höhe von 300.000 Euro flossen danach in ganz reale Schulprojekte. Zum Beispiel an die Heinrich-Böll-Gesamtschule, die Theodor-Körner-Schule und die Hildegardis-Schule. Ich finde das ist ein gutes Beispiel für modernes genossenschaftliches Engagement.

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