„Ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!“

Bild (v.l): Otto Reschke, Peter Weckmann MdL, Thomas Kutschaty MdL (Justizminister des Landes NRW), Frau Heinemann, Dr. Peter Heinemann, Rudolf Jelinek (Bürgermeister)

Gemeinsam mit dem Sohn von Gustav Heinemann, Dr. Peter Heinemann hat die Essener SPD jetzt dem 40. Todestag von Gustav Heinemann gedacht und einen Kranz an seinem Ehrengrab auf dem Parkfriedhof niedergelegt.

„Gustav Heinemann gehört zu den wohl bekanntesten deutschen Politikern und Staatsmännern der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er hat die Geschichte der jungen Bundesrepublik, gerade auch durch seine Reformen des Strafgesetzbuches, entscheidend mitgeprägt,“ erinnert Thomas Kutschaty, heutiger NRW-Justizminister und Chef der Essener SPD an seinem Vorgänger. Heinemann war vom 17. Juni 1947 bis 24. Mai 1948 Justizminister von Nordrhein-Westfalen.

So war es Gustav Heinemann, der als Bundesjustizminister im Kabinett von Bundeskanzler Georg Kiesinger das Strafrecht nach den rechts- und sozialstaatlichen Grundsätze der freiheitlichen Demokratie ausrichtete. Zu seinen Reformen gehören u.a. die Abschaffung des Tatbestands des Ehebruchs und der gleichgeschlechtlichen Handlungen unter Männern, sowie die Einführung einer einheitlichen Freiheitsstrafe unter besonderer Betonung des Resozialisierungsgedankens.

Sein Einsatz für die Menschen- und Bürgerrechte brachte ihm den Beinamen „Bürgerpräsident“ ein. Legendär in diesem Zusammenhang war auch seine Antwort auf die Frage eines Journalisten, ob er denn den Staat liebe? Heinemanns kurz und trockene Antwort: „“Ach was, ich liebe keine Staaten, ich liebe meine Frau; fertig!“ js

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