Im Jahr 1997 gründete sich unter Federführung von Prof. Dr. Christian Eggers eine Stiftung, die psychisch kranke Jugendliche unterstützt. Ziel ist es, die jungen Menschen mit speziellen Betreuungskonzepten und Wohnmodellen pädagogisch und therapeutisch zu begleiten. Dass dies durchaus auch mit Spaß und Freude passieren kann, das zeigt unter anderem der Eggers-Cup.

Frank Kremer, Geschäftsführer Eggers-Stiftung. Foto: Christoph Bubbe
Frank Kremer, Geschäftsführer Eggers-Stiftung. Foto: Christoph Bubbe

Die Idee zu einem gemeinsamen Kick entstand bei einem Benefiz-Konzert in der Lichtburg. „Wir kamen mit Studenten und mit Mitarbeitern aus der Lichtburg ins Gespräch, die eine Hobby-Mannschaft hatten“, erinnert sich Stiftungs-Geschäftsführer Frank Kremer. Schnell war der Plan gefasst, sich mal auf dem Rasen zu einem gemeinsamen Kick zu treffen. Und aus diesem lockeren, sportlichen Miteinander wuchs schließlich der Eggers-Cup, der im August bereits zum vierten Mal stattfindet. „Menschen, vor allem Jugendliche mit psychischen Erkrankungen haben leider kaum eine Lobby in unserer Gesellschaft“, erklärt Kremer. „Mit dem Fußball-Turnier wollen wir ein Signal setzen und das Thema etwas mehr ins öffentliche Bewusstsein transportieren. Uns ist wichtig, dass auch Leute, die weder persönlich, familiär oder beruflich betroffen sind, sehen: diese Jugendlichen sind keine bösen Menschen.“

Gleichzeitig verfolgt die gemeinnützige Stiftung mit dem Eggers-Cup noch ein weiteres Ziel: die gesellschaftliche Teilhabe. „Unseren jungen Menschen fällt es schwer, mit anderen in Kontakt zu kommen. Allein gehen die meisten von ihnen nicht raus.“ Der Spaß und Kontakt beim gemeinsamen Erlebnis ‚Fußball‘ soll hier eine Brücke bauen. Nicht zuletzt deshalb beteiligte sich die Eggers-Stiftung schon Mitte 2013 im Rahmen der ‚Essener Chancen‘ bei der Gründung der 3. Mannschaft von Rot-Weiss Essen. Und sportlich soll es auch weitergehen: Mit dem Box-Club ‚UnSCHLAGbar Werden‘ ist ein Box-Projekt in Planung. „Aber auch wir wissen, dass Sport jeglicher Art, nicht jedermanns Sache ist“, sagt Kremer mit einem Lächeln und verweist auf das Kunstprojekt ‚UNART‘, bei dem die Jugendlichen mit Künstlern zusammenarbeiten.

Ein Beitrag von Lars Riedel

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