EUV warnt: Lebenslauf beschönigen kann strafbar sein

Der Fall Hinz schlägt Wellen, auch bei den nicht öffentlichen Biografien von Privatleuten – EUV warnt: Lebenslauf beschönigen kann strafbar sein

Der Fall der Bundestagsabgeordneten Petra Hinz, die über ihre Lebenslauf-Lüge stolperte (siehe Seiten 4–6), schlug Wellen und wird die Essener Politik auch noch weiter beschäftigen – und nicht nur die. Der Essener Unternehmensverband EUV nahm den aktuellsten Fall der Werdegangsbeschönigung zum Anlass einer Warnung: Manipulationen von Lebensläufen und Bewerbungsunterlagen kommen häufiger vor, als viele denken. Mehr als jeder dritte Bewerber macht falsche Angaben. Die Möglichkeiten zur Manipulation sind fast unbegrenzt und die Phantasie der Kandidaten kennt keine Grenzen. Die meisten lügen bei Angaben zum früheren Job, etwaigen Erfahrungen und Erfolgen. Andere frisieren die Bewerbung bei Praktika, Bildungsabschlüssen oder gar Abschluss- und Arbeitszeugnissen. Rechtsanwalt Ulrich Kanders (Foto), Hauptgeschäftsführer des EUV: „Wir sehen in der aktuellen Diskussion um Petra Hinz, dass viele Leute ihren Lebenslauf frisieren, ohne an mögliche Konsequenzen zu denken. Denn fliegt der Schwindel auf, steht nicht nur die Karriere, sondern auch der Arbeitsplatz auf dem Spiel. Die Manipulation ist im geringsten Fall Hochstapelei, im Einzelfall sogar Urkundenfälschung.“

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