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Mittwoch, 24. Januar 2018
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NRW hat entschieden: Mehr Polizei für Essen!

Foto: Pascal Hesse

Rückblick: In einer Sondersitzung des Kreispolizeibeirates im vergangenen April erläuterte Polizeipräsident Frank Richter das 15-Punkte-Programm der Landesregierung. Dabei ging es auch um mehr ‚Präsenzstunden‘ – wie es in Polizei-Deutsch heißt – der Einsatzhundertschaften für den Bereich des Polizeipräsidiums Essen. Insbesondere fordern die beiden großen Ratsfraktionen von CDU und SPD, dass Essen Standort für einen weiteren Zug der Bereitschaftspolizei wird. Jetzt ist es soweit: Bis September 2017 werden in der Stadt ein vierter Zug der Einsatzhundertschaft (EH) mit 38 Bereitschaftspolizisten sowie ein drittes ‚Mobiles Einsatzkommando‘ (MEK) mit 19 Spezialkräften in Essen stationiert.

Schon der Kreisparteitag der Essener Christdemokraten stand unter dem Motto ‚Sichere Stadt Essen‘. Man wolle keine Angsträume in unserer Stadt, so der Tenor. Dabei setze die CDU unter anderem auf einen besseren Schutz für die Einsatzkräfte, mehr Polizei gegen kriminelle Clans und Einbrüche, auf Videoüberwachung und Stärkung der Doppestreifen.

Einsatzhundertschaft: Wichtige Unterstützung in Brennpunkten

„Rechtsfreie Räume gibt es in unserer Stadt nicht“, erläutert der Essener Polizeipräsident Frank Richter. Wohl aber Brennpunkte. Und genau hier könnten die zusätzlichen Polizeikräfte eingesetzt werden. Denn wenn die Einsatzhundertschaften nicht durch größere Einsätze wie Demonstrationen, Razzien oder etwa bei Fußballspielen gebunden sind, können diese auch dem Streifendienst zugeteilt werden.  Zunehmend zeigen die Kräfte der EH daher auch in sozialen Brennpunkten  und bei der Bekämpfung von Wohnungseinbrüchen Präsenz. Die Spezialeinheiten des MEK wiederum arbeiten verdeckt an Observationen und dem eventuell anschließenden Zugriff und sind somit eine wichtige Unterstützung für die Kripo der Essener Behörde.

Polizeipräsident Frank Richter (links, Foto: Christoph Bubbe) und der Vorsitzende des Kreispolizeibeirats Peter Tuppeck (r., Foto: Mike Henning)

Polizeipräsident Frank Richter (links, Foto: Christoph Bubbe) und der Vorsitzende des Kreispolizeibeirats Peter Tuppeck (r., Foto: Mike Henning)

CDU: Gestiegene Anforderungen erfordern mehr Polizeikräfte

Entsprechend befürworten auch die Essener Ratsfraktionen von SPD und CDU die Entscheidung des Landes. Sozialdemokraten und Christdemokraten hatten gemeinsam in Düsseldorf auf die in Essen gestiegenen Anforderungen durch neue oder veränderte Bedrohungslagen hingewiesen und die schnellstmögliche personelle Verstärkung der Polizei in Essen gefordert. „Ich freue mich und begrüße die Entscheidung des Landes, das mit der Zuteilung von zusätzlichen Polizisten nach Essen unserer dringenden Forderung nach Verstärkung nachgekommen ist“, so CDU-Ratsherr Peter Tuppeck, der auch den Vorsitz des Kreispolizeibeirats der Städte Essen und Mülheim führt. „Unsere Polizei in Essen leistet hervorragende Arbeit. Aber gerade auch in Anbetracht der gestiegenen Anforderungen ist es wichtig, dass die Polizei Essen schnell und dauerhaft personell verstärkt wird.“

„Diese Entscheidung war überfällig“, sagt auch Fabian Schrumpf. „Sie ist richtig und wichtig, um die Sicherheit in unserer Stadt zu stärken.“ Schrumpf ist Mitglied des Kreispolizeibeirats und ordnungspolitischer Sprecher der CDU-Fraktion im Essener Stadtrat. Wichtig sei jetzt aber, dass es sich hier tatsächlich um zusätzliche Kräfte für Essen handelt, die nicht an anderer Stelle wieder angerechnet bzw. abgezogen werden.

Ein Beitrag von Lars Riedel

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