Der Kältekopfschmerz

Ob als Eis am Stiel im Freibad, mit reichlich Sahne und Schokosoße im Becher in der Eisdiele oder in der Waffel für den Stadtbummel unterwegs: Ein Eis ist die leckerste Erfrischung des Sommers. Rund 8,5 Kilogramm Speiseeies schleckt jeder Deutsche pro Jahr. Doch nicht jeder kann unbeschwert sein Eis genießen: „Laut einer kanadischen Studie leidet jeder Dritte unter dem sogenannten Kälte-Kopfschmerz“, erklärt Alfred Tatura vom KKH-Serviceteam in Essen. Dabei schießt in Sekundenschnelle ein stechender Schmerz durch den Kopf – vor allem wenn die Eiscreme besonders gierig und in großen Portionen verschluckt wurde.

Alfred Tatura vom KKH-Serviceteam Essen. Foto: KKH
Alfred Tatura vom KKH-Serviceteam Essen. Foto: KKH

Beim Verzehr hat die kühle Köstlichkeit etwa minus vier Grad Celsius. Im Mund schmilzt das Eis zart auf der Zunge und erwärmt sich auf zirka 18 Grad. Gelangt es in den Magen, hat es fast schon unsere Körpertemperatur erreicht. Forscher gehen davon aus, dass der Kältekopfschmerz durch zu viel Blut im Gehirn ausgelöst wird. Durch den Kältereiz am Gaumen werden die Gefäße erweitert und über die Hauptschlagader warmes Blut ins Gehirn gepumpt. Der erhöhte Druck verursacht die Schmerzen.

Hirnfrost: medizinisch unbedenklich

Der deshalb auch als Hirnfrost benannte Kopfschmerz kann zwar unangenehm sein, bedarf aber keiner medikamentösen oder ärztlichen Behandlung. Nur Migräne-Patienten sollten beim Eisgenuss vorsichtig sein und die süße Köstlichkeit vor allem langsam genießen. Betroffene können auch folgenden Tipp ausprobieren: Die Zunge fest an den Gaumen drücken, um ihn zügig wieder aufzuwärmen.

„Bedenklich für die Gesundheit ist allenfalls die hohe Kalorienzufuhr, die so ein Eisgenuss mit sich bringt“, sagt Tatura. Eine Kugel (50 g) Schokoladeneis enthält allein 120 Kalorien. Mit Sahne, Waffeln und Soße kommen gern weitere hinzu, sodass so eine Portion eine ganze Mahlzeit ersetzen könnte.

Kalorien eher das Manko beim Eisgenuss

Kalorienärmer und damit figurfreundlicher scheint dagegen der neueste Trend zu sein: Frozen Yogurt. Statt aus gewichtigen Zutaten wie Sahne, Milch, Eier oder Butter wird diese Sommer-Erfrischung aus Magermilchjoghurt hergestellt. „Frozen Yogurt ist eine tolle Alternative, kann mit süßen Toppings aus Schokostreuseln, Karamelstückchen und Nüssen aber genauso schnell zu einer Kalorienbombe werden“, warnt Tatura. Wer eine leichte und gesunde Variante bevorzugt, solle darauf achten, dass der gefrostete Joghurt nur leicht gesüßt und mit frischen Früchten garniert wird. Auf Sahne, Soßen oder zerkleinerte Naschereien als Garnitur sollten figurbewusste Eisgenießer lieber verzichten. Einen Vorteil hat die Joghurt-Variante aber gegenüber herkömmlichem Eis: Der Joghurt enthält gesunde probiotische Kulturen, die die Verdauung regulieren und das Immunsystem stärken können. „Frozen Yogurt lässt sich auch prima mit gemixtem Magerjoghurt und Fruchtpüree für einen gesunden Eisgenuss zu Hause herstellen“, rät Tatura.

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