Zünftig schunkeln, bunt feiern und abheben!

Wenn im fernen München mit den legendären Worten „O‘zapft is!“ die alljährliche Wiesn-Gaudi eröffnet wird, fällt nach und nach auch der Startschuss für diverse Oktoberfeste nach bajuwarischen Vorbild in NRW. Die Essener Wiesn, das Rü Oktoberfest, zählt dabei zu den wohl spektakulärsten Ablegern nordwestlich des Weißwurstäquators. Allein schon von der Größe hebt sich die Gaudi am Flughafen Essen-Mülheim deutlich ab. Aber auch in ihrem Facettenreichtum setzt sie Maßstäbe. Von zünftig bis bunt und ausgeflippt dürfte für jeden Partyfreund die geeignete Abend-Sause dabei sein – und nicht nur die.

Das original-bayerische Sextett ‚Brandig‘ sorgt für die musikalische Wiesn-Atmosphäre beim Essener Oktoberfest. Foto: Brandig
Das original-bayerische Sextett ‚Brandig‘ sorgt für die musikalische Wiesn-Atmosphäre beim Essener Oktoberfest. Foto: Brandig

Denn an den Samstagen und Sonntagen lassen es die Brandigen, eine original bayerische Band vom Chiemsee, auch schon beim Wiesn-Mittag ordentlich krachen – das Interview mit der Band lesen Sie hier. ‚Brandig‘ bedeutet im Bairischen so viel wie ‚zünftig‘ oder ‚gesellig‘. Und so wird es auch zugehen, wenn die sechs g‘standenen Bajuwaren auf der Bühne stehen. „Natürlich spielen wir anfangs bayrische Musik bzw. volkstümliche Schlager von den Oberkrainern, Hits von den Zillertaler Schürzenjäger oder auch den ein oder anderen Blasmusik-Dauerbrenner etc. Aber dann kommt vom deutschen Schlager über internationale Klassiker bis hin zu Rock- und Pop-Musik, alles was zu einem Oktoberfest gehört und die Leute mitsingen können. Ein großer Bogen von Andreas Gabalier bis AC/DC“, kündigt die Band das an, was ihre Zuhörer erwartet. Neben dem bayerischen Abend am 13.10. stehen die hartgesottenen Pfundskerle auch an den Wochenendtagen von 11 bis 16.30 Uhr auf der Bühne – bei freiem Eintritt wohlgemerkt. „Die Oktoberfest-Zeit ist für uns Hochsaison und in der Tat kraftraubend. Aber wir bezeichnen uns als Musikanten, die nach all den Jahren immer noch richtig Spaß an der Musik haben.“

Auch schon mittags Bajuwarisch zünftig

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Kurzfristige Programmänderung: Die ‚Ruhrkainer‘ am 09.10.

ruhrkrainer

Am Sonntag, den 09. Oktober, spielen dieRuhrkainer beim Wiesn-Mittag und nicht ‚Brandig‘. Im Jahr 2009 gegründet haben sich die Band-Mitglieder einen musikalischen Wunsch erfüllt. Begeistert von Bayrischer und Oberkrainer Volksmusik möchten Sie mit einem stimmungsvollem Repertoire, musikalisch anspruchsvollen Arrangements und natürlich in Trachtenkleidung möchten ihre Freude an dieser Musikrichtung zum Ausdruck bringen – gepaart mit einer gesunden Portion Humor.[/su_pullquote]

Einen Tipp haben die Brandigen auch noch für die Feierwütigen parat: Wenn sie am Sonntag, den 02. Oktober, um 11 Uhr das große Festzelt auf dem Flughafen-Areal öffnen, gibt es keinen Grund nach ihrem fünfeinhalbstündigen Auftritt gleich nach Hause zu gehen. Einige haben es vielleicht gar nicht so präsent, aber der Montag darauf ist ein bundesweiter Feiertag und birgt für die meisten die Möglichkeit, am Folgetag auszuschlafen. Warum also nicht gleich weiterfeiern mit den ‚Original Rüttenscheidern‘, die bis 1 Uhr morgens die Stimmung hochhalten?

Der Begriff ‚brandig‘ hat aber auch noch im tiefen Bayern eine weitere Bedeutung: ‚Mut zum Anderssein‘. Und genau so könnte man den Abend des 06. Oktobers im Wiesn-Zelt anmoderieren. Dann stehen die Brandigen zwar nicht auf der Bühne, dafür aber ein absoluter Kultstar: die Schlager-Ikone Mary Roos. An diesem Abend beweist das Rü Oktoberfest selbst ‚Mut zum Anderssein‘ und ruft auch seine Gäste dazu auf. Denn die Schlagersängerin ist nicht an irgendeinem Tag da, sondern zur Queernight.

Brandig und der Mut zum Anderssein

Der englische Begriff ‚Queer‘ steht für das Lebensgefühl der homosexuellen Szene. Und wenn diese feiert, dann wird es bunt und vielfältig. Comedy-Einlagen, männliche Stripper, Travestie-Kunst der Kombo ‚Grace Royal‘ – das Orga-Team um die Oktoberfest-Veranstalter Ted Terdisch, Werner Rzepucha und Bar-S6-Geschäftsführer Sven Morsbach und Queernight-Moderator Markus Lehwald haben einen schrillen Abend auf die Beine gestellt. „Im letzten Jahr kamen 700 Gäste. Das wollen wir 2016 natürlich toppen“, sagt Lehwald. Und mit diesem Programm dürfte er zuversichtlich sein, dass das auch gelingt.

Änderung im Shuttle-Plan!

DruckFür die Queernight werden jedenfalls Besucher nicht nur aus Essen und Umgebung erwartet. „Generell lockt unsere Wiesn auch zahlreiche Gäste an, die von ‚weiter wech kommen‘, wie man im Ruhrpott sagen würde“, so der Oktoberfest-Organisator Terdisch. „Aber speziell zur Queernight erwarten wir viele Anreisen von außerhalb.“ Dem trägt man auch beim Shuttle-Service Rechnung. Alle 10 bis 20 Minuten findet ein Bustransfer vom Grugaplatz in der Nähe vom Atlantic Congress Hotel von 16.30 bis 19 Uhr zum Oktoberfest statt – und nicht wie ursprünglich geplant mit Halt vor dem Messe-Eingang. Und in der gleichen Taktung geht es ab 22 Uhr auch wieder zurück zum Startpunkt.

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Shuttle-Service

Anreise
Start:
Grugaplatz, zwischen Atlantic Congress Hotel und Unterführung Alfredbrücke
Ziel: nur wenige Meter entfernt vom Festzelteingang
Taktung: alle 10 bis 20 Minuten
Zeitraum: 16:30 bis 19:00

Abreise
Start: nur wenige Meter entfernt vom Festzelteingang
Ziel: Grugaplatz,  zwischen Atlantic Congress Hotel und Unterführung Alfredbrücke
Taktung: alle 10 bis 20 Minuten
Zeitraum: 22:00 bis 1:30

Queernight (6.10.2016)

Zeitraum: 16:30 bis 19:00
Start:
Essen Hbf
Zwischenhalt: Alfredbrücke auf der Alfredstraße in Rüttenscheid

Ziel: nur wenige Meter entfernt vom Festzelteingang
Taktung: alle 40 Minuten

Zeitraum: 22:00 bis 1:30
Start:
nur wenige Meter entfernt vom Festzelteingang
Ziel: Alfredbrücke auf der Alfredstraße in Rüttenscheid und Essen Hbf
Taktung: alle 40 Minuten

[/su_pullquote]Extra für die Queernight aber fahren im 40-Minuten-Takt Busse vom Essener Hauptbahnhof zum Flughafen und entsprechend ab zehn Uhr abends zurück. Die Busse halten dann auch zusätzlich auf der Brücke auf der Alfredstraße, um die aus Rüttenscheid Anreisenden mitzunehmen. Die Shuttle-Haltestelle beim Atlantic Congress Hotel entfällt dafür an diesem Abend.„Wir sind froh, uns dazu mit der EVAG abgestimmt zu haben. Denn zum einen liegt das Flughafen-Areal natürlich nicht mitten im Stadtgebiet und zum anderen ist die Anreise mit dem kostenlosen Shuttle-Service wesentlich entspannter. Denn wer will schon einen Parkplatz suchen und dann eventuell einige hundert Meter zum Festzelt laufen?“, so Terdisch.

Dafür bietet aber das Flughafen-Gelände eine schöne Kulisse für die Essener Wiesn – vor allem beim Blick von der Außenterrasse bei Sonnenuntergang. Und wenn man sich schon am Flughafen befindet, warum nicht auch vollends abheben – und zwar im ganz wörtlichen Sinne? Eigens zum Rü Oktoberfest hebt zum letzten Mal in diesem Jahr am 09.10. die ‚de Havilland Dove‘ zum Rundflug ab – ein echter Klassiker der Luftfahrtgeschichte und damit auch ein weiteres Alleinstellungsmerkmal der Essener Wiesn.

Ein Beitrag von Lars Riedel

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