Volker Behr (l.) und OB Thomas Kufen (r.) verabschiedeten ‚den Gentleman mit der Fliege‘ - Friedrich Kaschub (Mitte). Foto: Sven Lorenz
Volker Behr (l.) und OB Thomas Kufen (r.) verabschiedeten ‚den Gentleman mit der Fliege‘ - Friedrich Kaschub (Mitte). Foto: Sven Lorenz

Jetzt kann Friedrich Kaschub nach 51 Jahren endlich „Nichts tun. Und sich danach vom Ausruhen erholen…“ Das stv. Mitglied des Vorstandes der Sparkasse Essen wurde in den Ruhestand verabschiedet. Doch vermissen werden ihren alten ‚Fritz‘ so einige.

Am liebsten hätte er sicherlich die Türe leise hinter sich zugezogen und nur sehr hellhörige Menschen hätten ein liebevolles „Bis bald – wir sehen uns“ gehört. Aber das hat man Friedrich Kaschub, stettvertretendes Mitglied des Vorstandes und seit über 50 Jahren bei der Sparkasse Essen, so nicht durchgehen lassen: „Gegen Angriffe kann man sich wehren, gegen Lob ist man machtlos“, sagte Oberbürgemeister Thomas Kufen frei nach Freud und hielt eine wundervolle Laudatio auf „den Gentleman mit der Fliege.“

Lange Jahre hat sich Kaschub intensiv um das Kundengeschäft direkt vor Ort gekümmert und erst nach seiner Fortbildung an der Sparkassenakademie in Düsseldorf und dem Studium in Bonn immer mehr auch strategische Aufgaben übernommen. Den Blick ‚mit den Augen der Kunden‘ hat er aber nie aus dem Fokus verloren und seine Aufgaben als Bereichsleiter u. a. für Marketing, Kommunikation oder das Beschwerdemanagement war somit nur folgerichtig. Im Vorstand verantwortete er das Filialnetz, den medialen Vertrieb und zwei Tochtergesellschaften der Sparkasse. „Sie waren immer ein leidenschaftlicher Kämpfer für die Sparkassenidee, den direkten Draht zum Kunden und der nahbaren, unkomplizierten Finanzdienstleistung für jedermann“, sagte Kufen.

Auch der Vorstandsvorsitzende der Sparkasse lobte Kaschub: „Von Anfang an bis hin zu Deiner Tätigkeit im Vorstand konnte sich ein jeder auf Dich verlassen. Dabei ist Dir das Kunststück gelungen, Dir Deine wunderbaren Charaktereigenschaften zu bewahren und trotz Deiner großen Professionalität authentisch, nahbar und Dir selbst treu zu bleiben.“ Damit sprach Volker Behr den 130 Gästen am Tag der Verabschiedung aus der Seele. Vermissen werden ‚Fritz‘, wie er bei Freunden heißt, weitaus mehr Mitarbeiter, Kollegen und Kunden. Gönnen wird ihm sicherlich jeder, dass er endlich auch Zeit für seine Hobbys hat, die in den vergangenen 51 Jahren deutlich zu kurz gekommen sind. Kaschub liebt Bücher, Philharmonie-Besuche, Spiele der Damenfußballerinnen der SGS und – England! Best wishes and take care, Sir Kaschub.

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