24 Türchen zum Jahresanfang: Wenn der Advent nach Weihnachten fällt

V.l.: ‚Galeria Kaufhof‘-Geschäftsführer Peter-Ralf Irrenberg, die 9-jährige Laura aus Essen und Gabriele Cornelius-Becker, Deko-Chefin des Warenhauses in der Essener Innenstadt. (Foto: Dr. Claudia Posern)

Bei der Galeria Kaufhof am Willy-Brandt-Platz steht ein Chefwechsel ins Haus. Doch noch bevor Peter-Ralf Irrenberg das Warenhaus in der Essener Innenstadt verlässt, sorgte er noch einmal für leuchtende Kinderaugen.

Für Kinder beginnt sicherlich die schönste Jahreszeit im Dezember – stets begleitet mit dem Adventskalender. 24 Tage lang Türchen öffnen und sich jeden Morgen überraschen lassen. So auch die 9-jährige Laura aus Essen. Und so sollte es eigentlich ebenfalls in der vergangenen Vorweihnachtszeit sein. 2016 sollte dafür sogar ein besonderer Adventskalender her, einer mit Spielzeugpferden. Jeden Morgen eine große Freude? Leider nicht! Das eine oder andere Türchen blieb nämlich einfach leer. Da half auch kein Schütteln und Umdrehen. Es blieb leer, leer, leer.

Ein kurzer Rückblick: Anfang 2012 erhält die Galeria Kaufhof als erstes Warenhaus in Essen das Qualitätszeichen ‚Generationenfreundliches Einkaufen‘. Träger dieses bundesweiten Qualitätszeichens ist der Handelsverband Deutschland (HDE). Ziel ist es, Geschäfte sichtbar auszuzeichnen, bei denen der Einkauf für Menschen aller Altergruppen barrierefrei und angenehm ist. Die Auszeichnung nahm Ralf-Peter Irrenberg, Geschäftsführer Galeria Kaufhof Essen, damals von Bürgermeister Rudolf Jelinek und Marc Heistermann, Geschäftsführer des Einzelhandelsverbandes Ruhr, persönlich entgegen. Und heute, fünf Jahre nach der Auszeichnung, scheint sich Irrenberg immer noch an das ‚Generationenversprechen‘ zu erinnern. Als der Geschäftsführer von der tieftraurigen Laura erfuhr, verbreitete sich bei ihm und seinen Mitarbeitern im Hause schnell Betroffenheit. „Das hat uns sehr gerührt“, sagt Irrenberg. „So ein Fall kommt zum Glück nur selten vor. Nichtsdestotrotz darf es leere Adventstürchen natürlich nicht geben.“ Mit seinen Mitarbeitern entschied sich der Warenhauschef daher für eine nachweihnachtliche Überraschung: Es gab nicht nur einen neuen, wenn auch verspäteten Adventskalender, sondern zusätzlich einen Gutschein für den nächsten Einkauf. Die kleine Laura zeigte sich überglücklich über den Ausgang. Und die Kleine ist auf Zack: „Jetzt hab ich ja sogar noch viel, viel mehr“, kam die Erkenntnis wie aus der Pistole geschossen. (lr)

Diesen Beitrag teilen

Mehr aus

Keine Inhalte gefunden

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Wörter richtig geschrieben sind
  • Probieren Sie andere Suchbegriffe.