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Mittwoch, 18. October 2017
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Mein Leben im Wandel: Der Ruhestand

Und plötzlich ist sie da, die dritte Lebensphase – ein Beitrag aus der Serie ‚Mein Leben im Wandel‘

Wenn wir nach Jahrzehnten der Arbeit in den Ruhestand wechseln, ist dies eine Veränderungs von enormer Tragweite. Wir sind uns dessen nicht immer bewusst, doch der Austritt aus dem Arbeitsleben bewirkt mehr als neu gewonnene Freizeit. Es beginnt schon mit der Frage: Was fange ich mit der vielen Zeit an?

Ruhestand, das Wort klingt so einfach – und  hat es doch in sich. Viele werden sich sagen: „Wenn ich mal die Zeit habe, dann weiß ich genau, was ich mache.“ Über Jahre wurden Reparaturen am Haus aufgeschoben. Eine große Reise, länger als zehn Tage, wollte man ja auch schon immer mal machen. Und manch einer hat vielleicht auch ein Hobby, für das neben dem Arbeitsalltag immer viel zu wenig Zeit war. Alles tolle Ziele, so lange die Gesundheit auch mitspielt. Nur seien wir realistisch: Reichen sie aus, um den Ruhestand und die Lücke, die das Arbeitsleben hinterlässt, zu füllen? „Der Ruhestand bringt Zeit – erschreckend viel Zeit“, so Martina Nierfeld. Als Coach bereitet sie Menschen auf den Ruhestand vor – im Idealfall bereits gut zwei Jahre, bevor es soweit ist. „Im ersten Schritt lasse ich mir den Werdegang schildern. Und zwar nicht nur den beruflichen. Ich will erfahren, was dem jeweiligen Menchen wichtig ist und was ihm wirklich Spaß macht.“ Nierfeld lässt sich auf den Menschen ein, fügt die einzelnen Puzzleteile zusammen, gleicht sie ab mit den eigenen Ideen des Klienten für seinen Ruhestand und erarbeitet mit ihm ein Konzept. In einem Kreativwochenende begleitet sie ihn bei der Realisierung seiner Ideen. „Ich will erfahren, ob es das ist, was er wirklich will.“

Nicht wenige Menschen fallen mit dem Ruhestand in ein regelrechtes Motivationsloch. Sie versuchen, sich wieder mehr in die Familie zu integrieren. Doch diese hat über die Jahre ihre eigenen Strukturen entwickelt. Sie beschäftigen sich mit Dingen, nur weil sie plötzlich Zeit haben. Oder schlimmer noch: Sie werden beschäftigt, weil sie sonst im Weg sind. „Die Wertschätzung, die einem das Arbeitsleben bringt, bemerkt man erst, wenn sie weg ist“, erklärt Nierfeld. „Daher brauchen wir vor allem auch im Ruhestand das Gefühl: Ich bin noch wichtig.“

Dass es sich lohnt, sich schon frühzeitig auf den Ruhestand vorzubereiten, weiß ein Klient von Martina Nierfeld zu berichten, ein Dipl.-Ingenieur, der als technischer Inspektor gearbeitet hat: „Ich bin wesentlich ruhiger, gelassener, aber auch umgänglicher und offener geworden. Ich konnte Sitzungen wesentlich entspannter leiten, ich ging in Projekte lockerer hinein; ich konnte loslassen.“

Kontakt

Realistin Coaching & Training

Martina Nierfeld

mn@realistin.de · Tel.: 0160/11 98 298 · Maybachstr. 13 · 45133 Essen

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