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Montag, 24. April 2017
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Essener Landtagskandidat sieht Libanesen-Clans als Opfer

Sind Sie nun Täter oder Opfer? Junge Männer aus libanesischen Großfamilien, mit Namen wie Al-Zein, Remmo, Omeirat, Miri oder Abou-Chaker. In der aktuellen Ausgabe des Nachrichtenmagazins FOCUS stehen sie im Mittelpunkt einer Gangster-Reportage. Schauplatz: Essen.

Von Jöran Steinsiek

Libanesische Clans wollen in deutschen Großstädten regieren. Neben Berlin und Bremen gilt die Ruhrhauptstadt als Clan-Hotspot. Wie beispielsweise eine Messerstecherei in der Essener Innenstadt in  dessen Anschluss ein 21-jähriger Shisha-Bar-Besitzer mit sechs Kugeln niedergeschossen wurde und verstarb.

Von einer beunruhigenden Parallelgesellschaft will hingegen der Essener Ratsherr Ahmad Omeirat nichts wissen. Der Grünen-Politiker und Landtagskandidat sieht gegenüber dem FOCUS die Clans als Opfer. Sie würden zu unrecht “vorverurteilt”. 

Auch an der Grünen-Basis sorgen die Äußerungen ihres Kandidaten, der aus einer libanesischen Großfamilie stammt, für Kopfschütteln.

Erst kürzlich fiel Omeirat nach einer Schiesserei unter libanesischen Familien-Clans in Huttrop mit Äußerungen bei Facebook auf. Dem ordnungspolitischen Sprecher der CDU, Fabian Schrumpf drohte er mit einem “politischen Erdbeben” nachdem er ein härteres Vorgehen und die Zerschlagung solcher Familienclans forderte.

Dabei präsentiert sich der Integrationspolitische Sprecher der Essener Grünen gerne selbst als Erfolgsmodell eines integrierten libanesisch-stämmigen Mitbürgers.

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