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Samstag, 24. June 2017
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Mein Leben im Wandel: Antreiber – manchmal verstehe ich mich selber nicht.

Ein Beitrag aus der Serie ‚Mein Leben im Wandel‘

Warum rege ich mich über meinen Chef überhaupt noch auf? Ich weiß doch, wie er ist. Warum höre ich noch die mahnenden Worte meiner Eltern? Ich bin erwachsen. Warum betrüge ich meinen Partner? Ich liebe ihn und will ihn nicht verlieren. Und warum greife ich trotz meiner Diät immer wieder zur Schokolade?

Zwischen dem, was unsere Logik uns sagt, und unserem Verhalten können himmelweite Unterschiede liegen. „Grund sind unsere Antreiber“, sagt Coach Martina Nierfeld. Wenn wir sie verstehen, begreifen wir uns selbst besser und können lernen, uns selber mehr zu steuern. „Manchmal lassen sich Situationen so leicht nicht ändern. Gerade dann nicht, wenn sie mit dem Verhalten anderer in unserem Umfeld zu tun haben. Was ich aber beeinflussen kann, ist meine eigene Einstellung, meine Sicht auf die Dinge. Deshalb lohnt es sich, einen Blick auf die eigenen Antreiber zu werfen“, so Nierfeld. Antreiber, das sind die eigenen Lebensmotive, die eigenen Werte. „Ab dem ersten Lebensjahr beginnen wir, diese zu bilden. Erst durch die Eltern und das Umfeld, dann zunehmend aus eigenen Erfahrungen. Die Antreiber, das ist eine Sammlung aus selbstgebildeten und anerzogenen Werten. Und deshalb lohnt es sich, mal drauf zu schauen. Vielleicht muss man dieses Gesamtschema ja gar nicht übernehmen.“

Harmonie, Traditionen, Familie – sie sind wahre ‚Klassiker‘ unter den Antreibern. Aber auch Ordnung, Gesundheit, Gerechtigkeitsempfinden können Antreiber sein. Im Prinzip alles, auf das wir persönlich höchsten Wert legen. Das muss nicht schlecht sein. Unsere Antreiber können uns – wie es der Name schon sagt – sehr stark motivieren. „Sie können uns aber auch sehr stark stressen. Nämlich dann, wenn sie nicht bedient werden“, weiß Nierfeld aus ihrer Coaching-Erfahrung. Ein Beispiel ist die berühmte, vom Partner geöffnet zurückgelassene Zahnpastatube. „Dabei haben Sie es doch schon so oft Ihrem Partner gesagt.“ Eine Lappalie? Nicht unbedingt: „Vermutlich sind Struktur und Ordnung Ihre Hauptantreiber, nur: Vielleicht die Ihres Partners nicht und er hat die geöffnete Zahnpastatube schlichtweg nicht auf dem Schirm. Selbst, wenn er sich noch so bemüht.“ Die vermeintliche Kleinigkeit kann durchaus ein schweres Thema werden, denn „können wir mit unseren Werten nicht konform leben, stresst uns das. Wir fühlen unsere Werte nicht respektiert. Wir fühlen uns nicht respektiert“, so Nierfeld.

Viel einfacher ist es, wenn man sich selbst begeift. Wer seine Werte versteht, bekommt eine neue Sicht auf die eigene Einstellung. „Vielleicht lohnt es sich auch, den ein oder anderen Wert nicht über Bord zu werfen, aber neu zu formulieren. Die eigenen Antreiber in den Blick zu nehmen, dazu braucht es keine Probleme, sondern nur den Wunsch, an sich arbeiten zu wollen.“

Kontakt

Realistin Coaching & Training

Martina Nierfeld

mn@realistin.de · Tel.: 0160/11 98 298 · Maybachstr. 13 · 45133 Essen

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