Masern-Todesfall: Warum hat das Philippusstift die dreifache Mutter nicht stationär aufgenommen?


Am Wochenende verstarb eine 37-jährige Mutter aus Essen-Katernberg an Masern. Wurde die Lebensgefahr zu spät erkannt?

VON JÖRAN STEINSIEK

Diese und weitere Fragen beschäftigen jetzt die Ermittler der Polizei Essen. Danach soll die Frau Anfang letzter Woche im Hause der Katholischen Kliniken Essen erstmals untersucht worden sein. Allerdings wurde sie nicht stationär aufgenommen. Tage später wurde sie erneut dort vorstellig, diese verwiesen sie an die Uniklinik. Hier wurde die Frau dann stationär aufgenommen, verstarb aber bereits am Folgetag. Seit 2011 ist es der bundesweit erste Masern-Todesfall bei einem Erwachsenen.

Dem Gesundheitsamt der Stadt Essen sind derzeit 31 Krankheitsfälle bekannt, die Dunkelziffer dürfte höher sein. Masern werden durch das Einatmen infektiöser Tröpfchen (Sprechen, Husten, Niesen) sowie durch Kontakt mit infektiösen Sekreten aus Nase oder Rachen übertragen. Sie beginnen mit Fieber, Entzündung der Bindehaut, Schnupfen, Husten und einem Ausschlag an der Mundschleimhaut. Diese sogenannten Koplik-Flecken (kalkspritzerartige weiße bis blau-weiße Flecken) sind häufig eindeutige Anzeichen für die Masern.

Das Gesundheitsamt der Stadt Essen bietet Impfungen an.

 

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