Den letzten Wunsch erfüllen – Unterstützung für den ASB-Wünschewagen

Nazan Aynur (2.v.l.), Leiterin Projekt- und Verbandsentwicklung beim ASB RV Ruhr e. V., und Martina Hankammer (3.v.r.), stellv. Pressesprecherin der Provinzial Rheinland Versicherung AG, inmitten ehrenamtlicher Helfer des Wünschwagen-Teams: Daniel Müller (l.), Florian Loets (3.v.l), Cornelia Scharnowski (2.v.r.) und Günter Kemper (r.). (Foto: Christoph Bubbe)

Es war ein Versuch des ASB Ruhr, wie es ihn in Deutschland noch nicht gab: Ein Wünschewagen, der die letzte Lebenswünsche todkranker Menschen erfüllt. Unter dem Motto ‚Letzte Wünsche wagen‘ organisieren die hiesigen Arbeiter-Samariter für schwerkranke Menschen, die sich in der letzten Phase ihres Lebens befinden, Fahrten zu individuellen Wunschzielen. Für die Fahrgäste und ihre jeweiligen Begleitpersonen sind diese Wunschfahrten selbstverständlich kostenlos. Das Projekt finanziert sich allein aus Sponsoren- und ASB-Eigenmitteln sowie aus Spenden. Eine solche Spende überreichte nun die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland. Gleichzeitig geht auch die Ausbildung weiterer Ehrenamtler für das Projekt ‚Wünschewagen‘ weiter.

Der Wünschewagen ist 2014 im Arbeiter-Samariter-Bund Regionalverband Ruhr e. V. entstanden. Mittlerweile ist er zum Vorbild geworden. Auch in vielen weiteren Bundesländern initiieren die Verbände des ASB eigene Wünschewagen nach dem Essener Leitbild. Mit 5.000 Euro unterstützt nun die Kultur- und Sozialstiftung der Provinzial Rheinland das Essener Projekt. Durch diese Förderung des Wünschewagens leistet die Stiftung einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Selbstbestimmung und Würde für Menschen auf der letzten Etappe ihres Lebens.

Das Engagement der Provinzial-Stiftung

ASB-Projektleiterin Nazan Aynur (l.) erklärt Martina Hankammer den Wünschewagen. Die Provinzial-Sprecherin übergab dem Wünschewagenteam einen Spendenscheck i.H.v. 5.000 Euro. (Foto: Christoph Bubbe)

„Heutzutage ist jede Gesellschaft auf das Engagement des Einzelnen angewiesen. Verantwortungsbewusstsein gegenüber der Gesellschaft lässt Menschen in vielfacher Weise am Zusammenleben teilhaben“, so erklärt die Stiftung selbst ihren Stiftungszweck. „Jedes Jahr loben wir z. B. den Rheinischen Provinzial Preis aus“, erklärt Martina Hankammer, Sprecherin der Provinzial Rheinland. „Er geht an Personen, die sich bei der Integration von Menschen mit Migrationshintergrund sowie bei der Inklusion von Menschen mit Behinderungen besonders engagieren und ist mit 25.000 Euro dotiert.“ Im Jahr 2014 ging dieser Preis nach Essen – an Henning Baum und den Verein ‚Essener Chancen‘.

Aber zurück ins Hier und Jetzt: Der ASB-Wünschewagen ist ein umgebauter Krankenwagen, der alles hat, was auch ein solcher braucht. Nur sieht er eben nicht aus wie ein Krankenwagen – und zwar mit Absicht. Es soll sofort klar sein: Es handelt sich nicht um eine Krankenfahrt, sondern um die Erfüllung eines letzten Wunsches eines todkranken Menschen. Das kann ein Erwachsener sein, aber auch ein Jugendlicher oder ein Kind. Zu jeder Fahrt des Wünschewagens gehören ein ausgebildeter Rettungssanitäter und eine Pflegekraft dazu. Auf Wunsch ist auch eine Begleitperson dabei. Und all diese Menschen, die das machen, sind Ehrenamtler.

ASB-Wünschewagen sucht neue Helfer

Aufgrund der stetig steigenden Anzahl an Wunschfahrten benötigt das Team des Wünschewagens auch weiterhin tatkräftige Unterstützung durch ehrenamtliche Helfer, die bereits Gesundheits- oder Krankenpfleger sind oder aus dem Rettungsdienst kommen. Daher bildet das Wünschewagen NRW-Team des ASB Regionalverband Ruhr e. V. neue ehrenamtliche Helfer aus. Die Schulung ist auf zwei Tage aufgeteilt: Freitag, der 7. Juli 2017 von 16 Uhr bis 20 Uhr und Samstag, 8. Juli 2017 von 9 Uhr bis 17 Uhr. Veranstaltungsort sind die Räumlichkeiten des Vereins ‚Die Perspektive e.V.‘ in der Eulerstr. 17 in Essen. Während der Schulung werden spezifische Themen des Wünschewagens aufgegriffen, die für das Ehrenamt wichtig sind. Es werden u. a. die Organisation von Wunschfahrten, Grundlagen der Notfallmedizin und der Umgang mit dem Tod besprochen, aber auch Erfahrungsberichte ausgetauscht. Wer sich von diesem Angebot angesprochen fühlt und die vorerwähnten Voraussetzungen mitbringt, richtet seine Anmeldung direkt an das Wünschewagen-Team unter der Rufnummer 0201/ 87 00 10 oder per E-Mail an wuenschewagen@asb-ruhr.info.

Diesen Beitrag teilen

Mehr aus
Gesundheit

„Und raus bist du!“

Bild: Der Weg zum Kreißsaal in der 7.ten Etage des Alfried-Krupp-Krankenhauses von Sümeyye Algan 18 Uhr „Kreißsaalbesichtigung“. Steht

Keine Inhalte gefunden

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Wörter richtig geschrieben sind
  • Probieren Sie andere Suchbegriffe.