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Mittwoch, 13. December 2017
StartseiteGesundheitPaar-Dialog – aus der Ratgeber-Serie ‚Mein Leben im Wandel‘

Paar-Dialog – aus der Ratgeber-Serie ‚Mein Leben im Wandel‘

Wenn Partner so richtig herrlich aneinander vorbei reden

Seit einigen Wochen heißt Business- und Life-Coach Martina Nierfeld nicht mehr Niefeld, sondern Hütt. Grund: Sie hat geheiratet. Eine neue Lebensphase mit neuen Herausforderungen. „Die Kommunikation unter Lebenspartnern ist ganz wesentlich für das Glück in der Partnerschaft“, so Hütt. Zu Missverständnissen kann es immer kommen. Doch wenn diese sich häufen, steigt auch die Unzufriedenheit in der Beziehung. „Um das zu vermeiden, ist es ganz wichtig, den Partner auf dem richtigen Ohr zu erwischen.“

Nicht der Absender, sondern der Empfänger einer Nachricht bestimmt deren Botschaft. „Akkustisch nimmt der Empfänger die Nachricht zwar eins zu eins auf. Mit welcher Intention sie aber bei ihm ankommt, hängt ganz allein von ihm ab“, erklärt Hütt. Bei beiden, Absender und Empfänger, spielt dabei die Tagesform eine Rolle. „Habe ich z. B. einen schlechten Tag, wirkt sich das automatisch auch auf die Betonung meiner Aussagen aus. Gleichzeitig ist auch der Empfänger in seiner eigenen Welt. Ist er zum Zeitpunkt der Nachricht nicht gut drauf, läuft auch deren Botschaft Gefahr, ganz anders als gemeint aufgefasst zu werden“, sagt Martina Hütt. „Die wesentliche Frage ist: Auf welchem Ohr erreiche ich meinen Partner?“

Physisch hat der Mensch zwei Ohren. Bei der Interpretation von Nachrichten sind es jedoch vier. „Erreiche ich meinen Partner auf dem Ohr der Sachebene, ist alles in Ordnung. Er wird die Botschaft rein sachlich aufnehmen“, erläutert Hütt das Vier-Ohren-Modell, das auf den Kommunikationspsychologen Friedmann Schulz von Thun zurückgeht. „Nimmt der Partner jedoch die Botschaft auf dem Appell-Ohr wahr, kann die gleiche Nachricht bereits als Anweisung verstanden werden und das Konfliktpotenzial steigt.“ Außerdem gibt es noch das Beziehungsohr, mit dem wir die Nachricht in Verbindung zu unserer Beziehung mit dem Absender setzen, und das Offenbarungsohr. „Bei letzterem wird die Nachricht in eine Selbstaussage des Absenders umgewandelt.“ So wird z. B. aus ‚Wir brauchen noch Wasser‘ ganz schnell ein ‚Wir brauchen Wasser und ich habe keine Lust, es zu holen‘.

Auf welchem Ohr unsere Botschaft empfangen wird, können wir jedoch durchaus beeinflussen. „Das Grundproblem liegt meistens darin, dass wir keine genauen Aussagen treffen und die Nachricht daher mit jedem Ohr aufgenommen werden kann. Der Schlüssel für eine positive Aufnahme der Botschaft durch den Partner liegt daher in klaren Aussagen, die durch eine wertschätzende Kommunikation transportiert werden.“

 

Kontakt

Realistin Coaching & Training

Martina Hütt

mn@realistin.de · Tel.: 0160/11 98 298 · Maybachstr. 13 · 45133 Essen

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