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Mittwoch, 13. December 2017
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Der Herbstdepression vorbeugen

Wenn die Tage kürzer werden und die Sonne sich nur noch selten zeigt, verfallen viele Menschen in die sogenannte Herbstdepression. Diese Form der Niedergeschlagenheit beginnt im Herbst und endet im Frühjahr, wenn die Tage wieder länger werden. Mit einigen Tipps und Tricks lassen sich die Auswirkungen eingrenzen.

Wie äußert sich eine Herbstdepression?

In den Monaten Oktober und November beginnt die klassische Herbst- und Winterdepression. Sie äußert sich durch vermehrte Müdigkeit und ein allgemeines Gefühl der Niedergeschlagenheit. Neben einer gereizten Grundstimmung kann es zu Konzentrations- und Aufmerksamkeitsstörungen kommen. Viele Betroffene verspüren in der Depressionsphase einen Heißhunger auf Kohlenhydrate und Süßigkeiten, was zu einer Gewichtszunahme führen kann. Dazu gesellt sich eine verminderte Libido, der Sexualtrieb lässt besonders bei Frauen stark nach. Mit Beginn des Frühjahrs verschwinden die Symptome und die normale Grundstimmung kehrt zurück.

Wodurch unterscheidet sich die Herbstdepression
von einer richtigen Depression?

Charakteristisch für den Winterblues ist der Zeitraum in dem die Symptome auftreten. Eine klassische Depression begleitet Betroffene das ganze Jahr über, unabhängig von den Sonnenstunden. Der Winterblues hingegen verschwindet selbstständig wieder und orientiert sich stark an der Jahreszeit. Auch das Schlafverhalten unterscheidet sich. Menschen mit Winterdepression sind müde, würden gern stundenlang schlafen und haben Schwierigkeiten aus dem Bett aufzustehen. Betroffene einer klassischen Depression leiden vielmehr unter Schlaflosigkeit und haben große Schwierigkeiten zur Ruhe zu kommen.

Wie können Betroffene einer Herbstdepression vorbeugen?

Auch wenn sich das Wetter und die Anzahl der Sonnenstunden nicht beeinflussen lässt, können Betroffene einer Herbstdepression vorbeugen oder die Symptome lindern.

Regelmäßige Bewegung im Freien sorgt für bessere Laune, denn dadurch werden Adrenalin und Serotonin ausgeschüttet, Botenstoffe die den Antrieb und die Stimmung verbessern. Die Lust auf Süßigkeiten schlägt in den kalten Monaten zu, doch Betroffene sollten diesen Gelüsten nicht hemmungslos nachgeben. Eine gesunde Ernährungsweise mit viel Obst und Gemüse erhält die gute Figur und liefert zudem wichtige Vitamine, die beispielweise stärker gegen Grippeviren machen.

Die Farben der Umgebung haben einen großen Einfluss auf die Stimmung. Warme Farben, die der Sonne nachempfunden sind (Orange, Gelb, Rot) sorgen für bessere Stimmung. Ob eine neue Tapete, ein bunter Blumenstrauß oder ein schönes, buntes Kleid – die Stimmung kann durch frohe Farben deutlich gehoben werden.

Stark betroffene Patienten können von einer Lichttherapie profitieren. Diese wird mit einer Einheit von 5.000 LUX durchgeführt. Es ist erforderlich eine Stunde täglich vor der Tageslichtlampe zu sitzen. Während der Behandlung können Patienten frühstücken, etwas lesen oder einfach relaxen.

Die eigene Stimmung kann jeder Mensch selbst positiv beeinflussen, es gibt richtige Gute-Laute-Strategien. Fröhliche Musik, ausgelassenes Tanzen und Sport sorgen für eine verbesserte Stimmung. Auch die eigenen Gedanken haben einen Einfluss aufs Wohlbefinden. Wer negativ denkt schafft den Sprung aus der Winterdepression nur selten. Positive Gedanken hingegen sorgen für gute Laune und mehr Energie.

Bei stärkeren Symptomen können pflanzliche Präparate, wie Bachblüten helfen. Die Einnahme starker, verschreibungspflichtiger Medikamente ist in der Regel bei einer Winterdepression nicht nötig.

Wann zum Arzt?

Wenn die Auswirkungen der Depression zu stark sind und Betroffene sich im Alltag sehr eingeschränkt fühlen, ist der Gang zum Arzt ratsam. Auch wenn Schlafstörungen auftreten, die über einen längeren Zeitraum anhalten, ist der Arztbesuch empfehlenswert.

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