Ein neues Zentrum zwischen Essen und Bottrop

Geburtsstunde für die ‚Freiheit Emscher‘: Die Oberbürgermeister Bernd Tischler (Bottrop, l.) und Thomas Kufen (Essen, r.) stellten gemeinsam mit Markus Masuth (M.), RAG Montan Immobilien GmbH, ihre Pläne vor. (Foto: RDN Agentur)

Die Städte Essen und Bottrop haben zusammen mit der RAG Montan Immobilien GmbH Pläne für ein Stadtentwicklungsprojekt in NRW vorgestellt. Zwischen dem Rhein-Herne-Kanal und der Emscher soll die ‚Freiheit Emscher‘ entstehen.  

Geplant ist ein ein neues urbanes Zentrum zwischen den Städten auf einem 1.700 Hektar großen, ehemals von Bergbau geprägten Areal – mit Gewerbe- und Industriefläche, einer zentralen Lage am Wasser, wie Wohn- und Freizeitangeboten. Erste Pläne wurden am 1. Februar vorgestellt. „Wir haben das gemeinsame Ziel, mitten im Ruhrgebiet eine neue Stadtlandschaft und attraktive Flächen für die Arbeitsplätze der Zukunft zu entwickeln“, konkretisierten der Essener Oberbürgermeister Thomas Kufen, Bottrops Oberbürgermeister Bernd Tischler und Markus Masuth, Chef der RAG-Immobilien, das Vorhaben. „Mit dem integrierten Gesamtkonzept erhält die ‚Freiheit Emscher‘ eine herausragende Bedeutung für die beiden Großstädte Essen und Bottrop, für die Wirtschaft unserer Region und nicht zuletzt für die Menschen, die in diesen Gebieten wohnen und arbeiten“, so OB Kufen.

Eine Einschätzung, die auch die Industrie- und Handelskammer (IHK) Ruhr teilt. Schon in der Vergangenheit wies die IHK auf die Verschärfung des bestehenden Gewerbeflächenmangels hin. In der ‚Freiheit Emscher‘ sieht sie nun eine gute Möglichkeit, das Angebot in den nächsten Jahren wieder deutlich auszubauen.

„Die ‚Freiheit Emscher‘ bietet lang vermisste Visionen“, teilte die Essener FDP-Fraktion mit. Die Freien Demokraten im Essener Rat sehen das geplante Projekt als Chance, die Entwicklung im Essener Norden zu verbessern. Jedoch rät die Partei trotz aller Euphorie auch zur Geduld. Die Pläne seien, so Fraktionschef Hans-Peter Schöneweiß, noch nicht ganz ausgereift.

Ein Beitrag von Adesua Atamah

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