Hilfe für die ‚Vergessenen‘ – Ärzte ohne Grenzen kommt nach Essen

Foto: Brendan Bannon; Ärzte ohne Grenzen

Es sind Krisen- und Kriegsgebiete rund um den Globus, in denen sie selbstlos Menschen helfen, für die das Leiden alltäglich ist und doch in Vergessenheit gerät: die Ärzte ohne Genzen. Jährlich arbeiten etwa 2.500 internationale und rund 25.000 nationale Mitarbeiter von Ärzte ohne Grenzen in rund 60 Ländern. Ihre Kompetenz und ihre Einsatzbereitschaft für Menschen in Not wurden 1999 sogar mit dem Friedensnobelpreis geehrt. Am 21. März um 19 Uhr kommen die Ärzte ohne Grenzen nach Essen. Ein Informationsabend für all jene, die ebenfalls helfen wollen.

Wiederaufbau von Krankenhäusern, Inbetriebnahme von Gesundheitszentren, mobile Kliniken zur Versorgung von ländlichen Gebieten, Impfprogramme,medizinische Versorgung in Flüchtlingslagern, psychologische Betreuung sowie Wasser- und Sanitärprojekte – die Arbeit der Ärzte ohne Grenzen ist vielseitig. Auch die gesundheitliche Versorgung für besonders gefährdete Gruppen, etwa Straßenkinder, und der Aufbau von Ernährungszentren gehören dazu. „Niemanden lassen die grauenhaften Zustände in den Krisenregionen kalt. So entschließen sich immer wieder Kolleginnen und Kollegen vor Ort zu helfen und ihr Wissen und Geschick einzusetzen“, erklärt Professor Dr. Dr. Martin K. Walz, Ärztlicher Direktor der Kliniken Essen-Mitte (KEM). Um über ihre Arbeit zu informieren, lädt die internationale Hilfsorganisation ‚Ärzte ohne Grenzen‘ am Abend des 21. März  in die Evangelische Huyssenstiftung der KEM ein. „Mitmenschlichkeit und bestmögliche medizinische Hilfe sind an den Kliniken Essen-Mitte, fest verankert“, erklärt Prof. Martin K. Walz. „Humanitär im Ausland zu unterstützen, liegt einigen Mitarbeitenden sehr am Herzen.“

So etwa Professorin Dr. Susanne Krege. Sie leitet die Klinik für Urologie an den KEM und fliegt regelmäßig ins Ausland. Dort trifft sie einen deutschen Kollegen und operiert mit ihm vorwiegend erkrankte Kinder: „Es fehlt in der Region, in der ich operiere, am Nötigsten, um Kinder so zu behandeln, dass sie gesund werden und schmerzfrei leben können.“ Im Fokus des Abends im Essener Huyssentift stehen vor allem auch solch persönliche Erfahrungen der Ärzte ohne Grenzen. So hat die Hilfsorganisation beispielsweise von August bis Dezember 2017 allein über 140.000 Patienten in Bangladesch im Rahmen ihrer Hilfe für die Bevölkerungsgruppe der Rohingya behandelt. Die Organisation sieht sich auch als Sprachrohr für Menschen in Not. Die Mitarbeiter beziehen öffentlich Stellung, wenn sie selbst Zeugen von massiven Menschenrechtsverletzungen oder schweren Verstößen gegen das humanitäre Völkerrecht werden. „Es bewegt mich zutiefst, welche Auswirkungen politisches Handeln auf ein Land hat“, berichtet Prof. Susanne Krege. „Ich bin deshalb seit 12 Jahren einmal im Jahr für eine Woche nicht an den KEM. Da werde ich woanders gebraucht.“

Weitere Informationen unter www.aerzte-ohne-grenzen.de/events/list

[su_box title=“Ärzte ohne Grenzen – Info-Abend in Essen“]

  • Mittwoch, 21.03.2018
  • Beginn 19 Uhr
  • Evangelische Huyssenstiftung Kliniken Essen-Mitte
  • Henricistraße 92, Kapelle 1. OG

[/su_box]

Diesen Beitrag teilen

Mehr aus

Keine Inhalte gefunden

  • Vergewissern Sie sich, dass alle Wörter richtig geschrieben sind
  • Probieren Sie andere Suchbegriffe.