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Donnerstag, 24. May 2018
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Gelungene Charity-Gala im GOP: Ein Skatepark für Afghanistan

Der Applaus gehört skate-aid Essen und macht Mut für weitere Projekte. Foto: Andel Goy
Der Applaus gehört skate-aid Essen und macht Mut für weitere Projekte. Foto: Andel Goy

Essen. Skaten ist wie kaum ein anderer Sport mit Selbstbestimmung, Freiheit und Spaß verbunden. Grund genug, Kindern in Afghanistan mit dem Bau von Skateparks eine Freude zu bereiten. Bei der „skate-aid Charity“ im GOP Varieté-Theater Essen am 6. März ging es genau darum. Mit dem Reinerlös der Eintrittsgelder sowie der Versteigerung zahlreicher Objekte sollen die Projekte von skate-aid e.V. Essen in Kooperation mit der Deutsch-Afghanischen Gesellschaft unterstützt werden. Die Veranstaltung sorgte für einen unterhaltsamen, informativen und vor allem erfolgreichen Abend.

Von Max Holtschlag

Oliver Noack, Vorsitzender von skate-aid e.V. , eröffnete die Veranstaltung im GOP Varieté Theater Essen. Nach kurzer Begrüßung rief er Titus Dittmann, seines Zeichens „Skateboard-Papst“ von Deutschland sowie Gründer von skate-aid e.V., auf die Bühne, um ein wenig über die Stiftung und ihre Arbeit zu erzählen.

Er erzählte von seinen eigenen Erfahrungen vor Ort, die er vor kurzem in einem Vorort Kabuls gemacht hatte. Unterstützend wurde eine kurze Dokumentation gezeigt, in der Titus mit zahlreichen afghanischen Schülerinnen und Schülern das Skaten übt. In der gezeigten Schule wird sogar „Skate-Theorie“ angeboten, um die Schüler/innen bestmöglich vorzubereiten. Auffallend sei dabei, so Titus, dass mehr Schülerinnen als Schüler das Angebot annehmen.

„Das Herz muss brennen!“

Titus betonte in seiner Präsentation den generellen Unterschied von einer Sportart wie Skaten zur Schule – nicht nur in einem Land wie Afghanistan, sondern auch hierzulande. Beim Skaten ginge es nicht darum, vermeintlich uninteressante Inhalte aufoktroyiert zu bekommen, sondern um intrinsische Motivation sowie Selbstbestimmung. Dies führe zu einer deutlich besseren Entwicklung von Kindern, so Titus. „Das Herz muss brennen!“, wiederholte er ein ums andere Mal, um zu verdeutlichen, dass die persönliche Entwicklung von Kindern nur mit viel Herzblut gelingen kann.

„Skaten statt Ritalin“

Ein weiteres Vorhaben von skate-aid besteht darin, lokale Projekte zu verwirklichen. Eines davon – „Skaten statt Ritalin genannt“ – hat sich zum Ziel gesetzt, Skate-Kurse als Therapieform anerkennen zu lassen, die von den deutschen Krankenkassen bezahlt werden – etwa bezüglich von Störungen wie ADHS oder Ähnlichem.

Unterstützung durch Prominenz von Nah und Fern

Die aus Hamburg kommende Sängerin und Moderatorin Nina Maleika führte souverän und mit viel Witz durch den Abend. Als ersten Special Guest des Abends rief sie Hollywood-Schauspieler Ralf Moeller (Gladiator) auf die Bühne. Dieser berichtete von seiner Motivation, skate-aid e.V. Essen unterstützen zu wollen. Geboren in Recklinghausen, besitzt Ralf Moeller seit jeher eine besondere Beziehung zum Ruhrgebiet. Deshalb sei er bereits seit rund 25 Jahren in diversen Hilfsprojekten im Ruhrgebiet engagiert, so Moeller. Weitere Unterstützung erhielt die Charity-Gala vom TV-Schauspieler Henning Baum („Der letzte Bulle“) und von Torsten „Toto“ Heim („Toto & Harry). Sie signierten Skateboards und Bilder für die anschließende Versteigerung.

Kreativ und lecker

Für hervorragende künstlerische sowie kulinarische Unterhaltung sorgte das GOP Varieté Theater Essen. Vor der Hauptspeise und dem üppigen Dessert-Büffet wurde eine typisch afghanische Vorspeise serviert. Somit schloss sich der Kreis zum Thema Afghanistan auch hierbei hervorragend.

Die Bühnenvorstellungen waren äußerst unterhaltsam. Eine Vorstellung zweier Schauspieler mit zahlreichen Slapstick-Einlagen sorgte beim Publikum für den einen oder anderen Lacher. Gegen Ende der Veranstaltung verzauberte eine Darstellerin das Publikum mit äußerst ästhetischer Akrobatik.

Erfolgreiche zukünftige Kooperation

Gegen Ende der Charity-Veranstaltung bedankte sich noch einmal Elias Omar, Präsident der Deutsch-Afghanischen Gesellschaft, bei den zahlreichen Gästen für einen tollen und erfolgreichen Abend sowie für die hohe Spendenbereitschaft. Skate-aid e.V. Essen und die DAGeV blicken auf eine erfolgreiche kooperative Zukunft, wenn es darum gehen wird, afghanischen Kindern mit dem Bau von Skateparks Freude zu bereiten und persönliche Entwicklungsmöglichkeiten zu schaffen.

Weitere Beiträge aus Essen und der Metropole Ruhr gibt es auf: www.informer-online.de

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