Vernetzen:
Mittwoch, 20. June 2018
StartseiteGesundheitVergesslichkeit – wenn das Tempo im Gehirn langsamer wird

Vergesslichkeit – wenn das Tempo im Gehirn langsamer wird

V.l.n.r.: Patrick Ohrdorf (Allianz), KEM-Geschäftsführer Dr. Frank Mau, EX-Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr, Gerontopsychiater Dr. Oliver Freitag, Tobias von Schmude (Sozialdienst KEM) und Dr. Hans-Christoph Heuer, Chefarzt der Geriatrie an den Kliniken Essen-Mitte. (Foto: KEM)

Am Montag (26.03.) stand in der Essener Kreuzeskirche alles im Zeichen der Demenz. Mehr als 250 Besucher ließen sich auf dem Zukunftsforum Demenz von den anwesenden Experten über Hintergründe und Perspektiven informieren. Veranstalter waren die Kliniken Essen-Mitte (KEM) in Kooperation mit der Allianz Private Krankenversicherung AG.

Wie geht die Gesellschaft mit Demenzerkrankten um und welche neuen Herausforderungen kommen auf uns zu? Nach der Begrüßung durch den ehemaligen Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und den KEM-Geschäftsführern Horst Defren und Dr. Frank Mau beantworteten Fachleute die Fragen aus dem Publikum und stellten die neusten Erkenntnisse aus der Medizin vor. „Laut neuesten Studien gehören zu den Risikofaktoren einer Demenz der Hörverlust im Alter“, so Dr. Hans-Christoph Heuer, Chefarzt der Geriatrie und Dr. Oliver Freitag, Oberarzt der Psychiatrie der Kliniken Essen-Mitte. „Soziale Isolation, zu wenig Bewegung und Entspannung aber auch Depression stellen weitere Risiken dar.“

Die Plätze reichten nicht aus in der Kreuzeskirche. Das Thema Demenz interessierte die Essener. (Foto: KEM)

Die Zahl der Erkrankten steigt kontinuierlich. Aktuell erkranken jährlich rund 300.000 Menschen an Demenz. Für Angehörige und Betroffene ist es unerlässlich, sich frühzeitig über die Krankheit zu informieren, um den Verlauf zu verstehen und möglicherweise zu verzögern.

Rund 250 Besucher nutzten dazu das Zukunftsforum Demenz. Sie suchten das Gespräch mit den Medizinern von den Kliniken Essen-Mitte, der Universitätsmedizin Göttingen, dem Marienhospital Herne sowie der Carstens-Stiftung. Vor allem Fragen nach den derzeitigen Hilfsangeboten für Demenzerkrankte und ihren Familien standen dabei im Fokus des Interesses.

print

Kommentare

Teilen