Härtetest an der Hafenstraße: Rot-Weiss trifft auf Bremen und einen Ex-Schalker

In der Saison 2018/2019 soll es an der Hafenstraße endlich klappen mit dem hehren Ziel Aufstieg aus der Viertklassigkeit. Zur Vorbereitung stellt sich Rot-Weiss Essen drei europäischen Erstligisten in einem Blitzturnier. Foto: RWE / Markus Endberg

Bevor Ende Juli die Saison 2018/19 startet und damit an der Hafenstraße auch wieder der Alltag der Regionalliga, weht ein Hauch von Europokal durch das Stadion Essen. Rot-Weiss Essen erwartet am Samstag, 21. Juli 2018 mit dem SV Werder Bremen, Huddersfield Town und Real Betis drei internationale Top-Clubs zum letzten Härtetest an der Hafenstraße.

Drei Top-Clubs aus Bundesliga, Premier-League und der spanischen LaLiga treten beim Interwetten Cup in Essen an. Anstoß ist um 16:00 Uhr. Dabei wird das Ein-Tages Turnier im klassischen Pokalmodus mit zwei Halbfinalspielen, Spiel um Platz 3 und Finale ausgespielt. Jedes Spiel dauert 45 Minuten.

Rot-Weiss Essen, Werder Bremen und sonst nichts!

Werder Bremen und Rot-Weiss Essen verbindet eine langjährige Fanfreundschaft. Dass man diese aber auch auf dem Platz zelebrieren kann, kommt durch den eklatanten Liga-Unterschied nur selten vor. 2013 wurde mit einem Testspiel der beiden Clubs die neue Stehtribüne im Stadion Essen eingeweiht. RWE schlug sich wacker, musste sich am Ende jedoch 0:2 geschlagen geben. Das sah 2009 noch anders aus. Da trotzen die Rot-Weissen den Bremern in einem Test auf Norderney ein 2:2 ab.

Für das letzte Mal, als sich beide Vereine in einem echten Wettbewerb gegenüberstanden, muss man allerdings noch weiter in die Vergangenheit zurück. 1994 schafft RWE den Einzug ins DFB-Pokal-Finale. Am 14. Mai traf die rot-weisse Elf im Berliner Olympiastadion auf Werder Bremen – und verlor (3:1). Dennoch: Dank der Freundschaft beider Clubs wird trotz Niederlage den Fans dieser Tag ewig in Erinnerung bleiben.

Mit Huddersfield Town kommt ein Ex-Schalker

In Erinnerung ist manchen RWE-Fans vielleicht auch noch David Wagner, Cheftrainer von Huddersfield Town. Von 1995 bis 1997 kickte Wagner für den blau-weißen Erzrivalen aus Gelsenkirchen. Ab 2011 trainierte der 46-Jährige die zweite Mannschaft von Borussia Dortmund in der Regionalliga, womit sich auch die Wege Wagners mit dem RWE kreuzten. 2012 gelang dem gebürtigen Frankfurter mit seinen Borussen jedoch das, was den Rot-Weissen bis jetzt versagt geblieben ist: der Sprung in die 3. Liga.

Mit Real Betis aus Sevilla komplettiert einer der traditionsreichsten Clubs und Euro-League Teilnehmer der spanischen LaLiga das internationale Teilnehmerfeld beim Blitzturnier an der Hafenstraße. Ob dieser letzte Härtetest vor dem Regionalligastart bereits die Weichen stellt zum lang ersehnten rot-weissen Aufstieg, werden die Saison und vor allem die Hafenstraßen-Elf um Trainer Karsten Neitzel zeigen müssen.

Ein Beitrag von Lars Riedel

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