Oberbürgermeister Thomas Kufen bedauert Einstellung der Borbecker Nachrichten

Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen.
Essens Oberbürgermeister Thomas Kufen. Foto: Ralf Schultheiß / Stadt Essen

Zur Ankündigung der Funke Medien Gruppe nach 70 Jahren die traditionsreiche Essener Lokalzeitung „Borbecker Nachrichten“ einzustellen stellt der Essener Oberbürgermeister fest: „Ich bedauere diese Entscheidung. Als Abonnent der ‚Borbecker‘ waren sie für mich immer eine feste Größe unter den Lokalzeitungen Essens.“

Von Pascal Hesse

Mit der Einstellung ende nicht nur ein Stück Essener Pressetradition, sondern es verschwinde auch ein Stück Pressevielfalt. Kufen weiter: „Die Zeitung griff gerade auch Dinge auf und war Sprachrohr für die Themen, die im Stadtteil von Bedeutung waren – schade für alle Leserinnen und Leser, die dem Blatt bis zuletzt die Treue hielten und sich dadurch gut informiert fühlten.“

Bei den Borbecker Nachrichten handelt es sich um eine der wenigen deutschen lokalen Wochenzeitungen, die nicht als kosten­­loses Anzeigenblatt, sondern vielmehr als Kauf- und Abo-Zeitung erscheinen. Die erste Ausgabe der ‚Borbecker’, wie die Zeitung in Essen kurz genannt wird, erschien im Frühjahr 1949 – damals noch mit dem Untertitel „Mitteilungen der Borbecker Bürger- und Verkehrsvereine, Heimatvereine und angeschlossene Vereinigungen”. Gegründet wurde das Blatt von Wilhelm Wimmer, der in den 1920er Jahren beim ‚Borbecker Lokal-Anzeiger’ angefangen hat.

Nach fast 70-jährigem Bestehen erscheint am 31. August die letzte Ausgabe der Borbecker Nachrichten. Seit dem Jahr 2000 gehört die Zeitung zur von Ove Saffe, Andreas Schoo und Michael Wüller geführten FUNKE Mediengruppe, die ebenso die Westdeutsche Allgemeine Zeitung (WAZ) und die Neue Rhein / Ruhr Zeitung (NRZ) in Essen verlegt.

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