Autofahrer Achtung! Es wird wieder wild auf Deutschlands Straßen

Regen, Nebel, Wildschwein, Reh und Co. – im Herbst wird es wieder wild auf deutschen Straßen.
Regen, Nebel, Wildschwein, Reh und Co. – im Herbst wird es wieder wild auf deutschen Straßen. Foto: pixabay

Kürzere Tage, andere Wetterverhältnisse, schlechtere Sicht – in zehn Tagen beginnt auch meteorologisch der Herbst. Und mit seinem Einzug steigt auf den Straßen auch die Unfallgefahr. Der ADAC Nordrhein empfiehlt Autofahrern deshalb, ihre Fahrweise an die veränderten Bedingungen anzupassen.

„Abstand halten, runter vom Gas und Licht an – wer sich an diese drei Regeln hält, kommt sicherer durch trübe Herbsttage“, sagt ADAC-Sprecher Thomas Müther. Gerade in den Morgen- und Abendstunden beeinträchtigen plötzlich auftretende Nebelbänke die Sichtverhältnisse. Der Automobilclub rät, regelmäßig und gründlich die Scheiben zu reinigen und von Insektenresten und anderem Schmutz zu befreien. Auf den Straßen erhöht sich durch nasses Laub, Regen und in ländlichen Regionen auch durch verlorenes Erntegut weiter die Rutschgefahr.

Zum Herbstbeginn müssen Autofahrer außerdem auf Landstraßen entlang von Wiesen, hochstehenden Maisfeldern und durch Waldgebiete mit Wild an der Straße rechnen. Vermehrt passieren Wildunfälle in der Phase der Dämmerung und beginnenden Dunkelheit, die sich für Pendler auf dem Nachhauseweg mit der Zeitumstellung Ende Oktober nochmals verlängert. Taucht Wild am Straßenrand auf, sollten Autofahrer sofort das Tempo reduzieren. Befindet sich ein Tier bereits auf der Fahrbahn, sollte das Fernlicht ausgeschaltet und durch Hupen versucht werden, das Wild zu vertreiben. Mit den Scheinwerfern aufzublenden, bewirkt eher das Gegenteil: Das grelle Licht verwirrt die Tiere und nimmt ihnen jede Orientierungsmöglichkeit, so dass sie verunsichert einfach nur verharren und nicht weiterlaufen. Quert ein Tier die Fahrbahn, folgt oft noch weiteres Wild, denn die Tiere sind selten Einzelgänger.

Wildunfälle lassen sich jedoch nicht immer verhindern. Dann ist es wichtig, im Moment des Aufpralls nicht die Kontrolle über sein Fahrzeug zu verlieren. Der ADAC Nordrhein rät: Lenkrad gut festhalten und mit aller Macht die Bremse und Kupplung treten. Danach die Unfallstelle sichern und Polizei oder Jagdpächter informieren. Wichtig für die Schadenregulierung mit der Kaskoversicherung ist die Wildunfallbescheinigung, die von der Polizei oder dem Jagdpächter am Unfallort ausgestellt wird.

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