Panorama / Siegen-Wittgenstein

Bisons, Wisente und Totempfahl – der Wilde Westen im Land der Sieger

Wild-West-Feeling kommt im siegerländischen Bühl auf der Ranch der Familie Kolb auf.
Wild-West-Feeling kommt im siegerländischen Bühl auf der Ranch der Familie Kolb auf. Foto: Bauernhof Kolb

Ein Totempfahl weist den Weg – und zwar nach Bühl. Bühl ist ein idyllisch gelegener Ort in der Nähe der siegerländischen Stadt Freudenberg, umgeben von einer hügeligen, grünen Landschaft. Lediglich etwa 400 Einwohner leben hier.

Zu ihnen gehört die Familie Kolb. Die Kolbs haben sich hier ihren Wild-West-Traum erfüllt: eine Westernranch. Auf den Wiesen rund um das beschauliche Bühl grast neben Pferden und Kühen mit ihren Kälbern auch eine kleine Bisonherde.

Mit ihrer Ranch hat sich die Familie Kolb ihren Western-Traum erfüllt.
Mit ihrer Ranch hat sich die Familie Kolb ihren Western-Traum erfüllt. Foto: Bauernhof Kolb

Im Winkel Creek Saloon können Reisende in den Sommermonaten ihre durstigen Kehlen spülen. Das kanadische Blockhaus hat sogar ganzjährig geöffnet. Und wer zu müde zum Weiterreisen ist, kann auch über Nacht bleiben – im Blockhaus oder für Abenteuerlustige in einem nordamerikanischen Tipi.

Auf den Wiesen rund um die Ranch weidet auch eine kleine Bison-Herde.
Auf den Wiesen rund um die Ranch weidet auch eine kleine Bison-Herde. Foto: Bauernhof Kolb

Jeden zweiten Sommer findet auf der Ranch ein großes Indianer- und Westernfest statt. Im Winter sorgt ein Western-Weihnachtsmarkt für Vergnügen im Land der wilden Bisons.

Von ‚Buffalo Bühl‘ in den Wisentwald

Wer von diesen Tieren nicht genug bekommen kann, der kann im Siegerland auch den europäischen Bruder des Bisons besuchen. Der Wisent kamen noch bis in das frühe Mittelalter in den Urwäldern von West-, Zentral- und Südosteuropa vor. Heute lebt er in Bad Berleburg.

Das Wisent ist der europäische Bruder des Bisons. Fast ausgestorben haben die Wisente im Siegerland eine neue Heimat gefunden.
Das Wisent ist der europäische Bruder des Bisons. Fast ausgestorben haben die Wisente im Siegerland eine neue Heimat gefunden. Foto: Markt und Tourismus BLB

Der Wisent-Wald ist der Schauplatz eines einzigartigen Projekts zur Wiederansiedlung und Erhaltung der bedrohten Tierart. 2010 traf der erste Wisent in Bad Berleburg ein. Bulle Egnar kam aus dem Gehege Hardehausen bei Warburg-Scherfede in das Rothaargebirge. Rund drei Jahre später wurde nach rund zehnjähriger Vorarbeit schließlich die achtköpfige Wisentgruppe in Bad Berleburg in die Freiheit entlassen. In der Zwischenzeit ist sie auf zehn Mitglieder angewachsen. lr

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