Chaos am Düsseldorfer Airport: Neue Schrankenanlage sorgt für mächtig Ärger

Am Airport Düsseldorf sorgt die neue Zufahrtsregelung für mächtig Ärger Foto: Redaktionsnetzwerk INFORMER

Eigentlich sollte die neue Zufahrtregelung am Flughafen Düsseldorf den Verkehrsfluss verbessern. Bei der Premiere am Wochenende sorgten die Parkschranken allerdings für ein riesiges Chaos! Rückstau bis zur A 44 mit wilden Hupkonzerten brachten mächtigen Ärger und genervte Reisende.

VON JÖRAN STEINSIEK

Samstagnacht wurde die neue Schrankenanlage in Betrieb genommen. Jetzt muss jeder das Terminal nutzende Autofahrer ein Ticket ziehen. Für alle Autofahrer, die vor dem Abflugterminal verrollen wollen gilt: Acht Minuten sind frei, dann wird´s teuer: die ersten 15 Minuten kosten fünf Euro, für alle weiteren fünf Minuten sind jeweils weitere 3 Euro fällig. Maximal 30 Minuten sind so erlaubt, für dann immerhin 14 Euro.

Richtig teuer wird es ab sofort am Ankunfts-Terminal: hier herrscht absolutes Halteverbot! Wer für seine Durchfahrt länger als zwei Minuten braucht, wird mit 5 Euro für weitere fünf Minuten zur Kasse gebeten.

Für Chaos am Wochenende sorgte aber auch die fehlende Informationspolitik des Airports. Eigentlich wurden genau zu diesem Zweck Infoblätter gedruckt. Am Samstagmorgen fehlten diese aber bei den Mitarbeitern vor Ort an den Schranken. Nur vergessen? Folge, hilflose Mitarbeiter, gestresste Autofahrer, aggressive Stimmung – zeitweise wurde laut Berichten immer wieder Autofahrern ohne Tickets die Schrankenanlagen geöffnet, um weiteren Rückstau zu verhindern. Die Folge: Auch an den Ausfahrten herrschte völliges Chaos. Fehlende Tickets, Zeitüberschreitungen – die Premiere wurde zum Desaster.

Ob es künftig tatsächlich ihren eigentlichen Sinn der Verkehrslenkung erfüllt wird sich zeigen: eine Autofahrerin, die regelmäßig ihren Ehemann am Flughafen abholt, hat zumindest schon an diesem Wochenende einen Plan parat: „Ich fahre einfach solange im Kreis rein und raus bis ich meinen Mann einsammeln kann – wohlgemerkt am Abflugterminal“. Ob dies aber für zusätzlichen Rückstau an der dortigen Einfahrt sorgen wird, bleibt abzuwarten.

 

 

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