Lohn-Geiz an Theke und Tresen – Gewerkschaft kritisiert: Hoteliers und Gastronomen knausern bei Gehältern

Flaute im Portemonnaie: Im Gastgewerbe sei die angebotene Lohnerhöhung ein „Schlag ins Gesicht“, kritisiert die Gewerkschaft NGG und fordert ein Plus von sechs Prozent.
Flaute im Portemonnaie: Im Gastgewerbe sei die angebotene Lohnerhöhung ein „Schlag ins Gesicht“, kritisiert die Gewerkschaft NGG und fordert ein Plus von sechs Prozent. Foto: Tobias Seifert / NGG

Die 13.300 Beschäftigten im Essener Gastgewerbe müssen weiter auf eine Lohnerhöhung warten – trotz solider Wirtschaftslage in der Branche. Das kritisiert die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG).

„In der laufenden Tarifrunde haben die Arbeitgeber gerade einmal ein Plus von 2,1 Prozent angeboten. Das wird aber allein von der Inflation aufgefressen. Ungelernte Mitarbeiter sollen sogar ganz leer ausgehen“, berichtet Adnan Kandemir von der NGG Ruhrgebiet. Die Gewerkschaft nennt das Angebot einen „Schlag ins Gesicht“ für die NRW-weit rund 390.000 Beschäftigten im Gastgewerbe. „Sie schenken spätnachts Bier aus und stehen frühmorgens an der Rezeption – wer im Restaurant oder im Hotel arbeitet, hat einen anstrengenden Job und mehr verdient als eine Nullrunde“, so Kandemir.

Es sei unverständlich, dass der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband (Dehoga) ausgerechnet beim Tourismus-Boom in NRW und dem Fachkräftemangel in der Branche nur ein „Mager-Angebot“ vorlege. Die NGG fordert ein Lohn-Plus von sechs Prozent und 100 Euro mehr im Monat für Azubis. Die Tarifverhandlungen zwischen Gewerkschaft und Arbeitgebern gehen am 6. September in Dortmund weiter.

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