Panorama / Norwegen

10.000 Soldaten, 90 Millionen Euro: Deutschland zieht ins Manöver

Auf der Schiene von Deutschland nach Norwegen: Mehr als zwei Tage wird die Entladung im Bahnhof von Røros dauern.
Auf der Schiene von Deutschland nach Norwegen: Mehr als zwei Tage wird die Entladung im Bahnhof von Røros dauern. Foto: Bundeswehr/Marco Dorow

Am kommenden Donnerstag beginnt in Norwegen das größte Manöver der NATO seit Ende des kalten Krieges. Auch Deutschland beteiligt sich an der Bündnisübung, die auch ein abschreckendes Signal in Richtung Russland senden soll.

Rund 50.000 Soldaten werden an dem Großmanöver in Norwegen teilnehmen. Nach dem ‚Gastgeberland‘ stellt die Bundesrepublik Deutschland mit 10.000 Einsatzkräften, wovon allein 8.000 vor Ort in Norwegen in der Übung eingebunden sein werden, die zweitgrößte Truppenstärke. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur (dpa) wird der Einsatz der deutschen Streitkräfte etwa 90 Millionen Euro kosten.

Deutschland nehme bewusst eine Vorreiterrolle ein, sagte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums der dpa. „Dies ist eine anspruchsvolle Aufgabe, gerade, wenn Truppen aus sehr vielen Nationen im größeren Maßstab zusammenwirken sollen.“

Seit seinem Amtsantritt fordert US-Präsident Donald Trump eine stärkere, auch finanziell stärkere Beteiligung der Bündnispartner in Europa. Die große Verantwortung der deutschen Truppen bei dem NATO-Manöver unter dem Namen ‚Trident Juncture‘ dient jedoch nicht nur zur Besänftigung des amerikanischen Präsidenten. 2019 soll die Bundesrepublik die Führung der schnellen Eingreiftruppe der NATO übernehmen.

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