CDU-Geschäftsführer aus Essen soll Bilanzen gefälscht und in die eigene Tasche gewirtschaftet haben

Ist von seinem bisherigen Parteigeschäftsführer menschlich tief enttäuscht: Matthias Hauer, Chef der Essener CDU Foto: INFORMER

Hat der langjährige Parteigeschäftsführer der CDU in Essen über Jahre seine Partei finanziell hinters Licht geführt und in die eigene Tasche gewirtschaftet? Die Vorwürfe wiegen schwer und reichen bis ins Jahr 2009 zurück: So soll der 61-Jährige Parteigremien über Jahre mit gefälschten Bilanzberichten belogen haben – zum eigenen Vorteil?

Laut Essens CDU-Vorsitzendem Matthias Hauer ist der Schaden im Moment noch nicht genau abzusehen. Am Ende könnte sich dieser aber im sechsstelligen Bereich befinden. „Die Strafanzeige haben wir der Staatsanwaltschaft schon angekündigt, schließlich geht es um die Beiträge unserer Mitglieder“, ist CDU-Chef Hauer sauer und enttäuscht. Über 25 Jahre war der Beschuldigte Geschäftsführer der örtlichen Christdemokraten. Angestellt allerdings bei der Landespartei. Diese hat sich mittlerweile von ihm getrennt. Über Jahre soll der bisherige Parteigeschäftsführer Berichte und Bilanzen in zwei verschiedenen Versionen angefertigt haben. Teilweise mit gefälschten Unterschriften.

Parteiintern sollen jetzt Juristen und Steuerberater die Berichte überprüfen. „Erst dann kennen wir den genauen Schaden, wir wollen den Sachverhalt lückenlos aufklären“, ärgert sich Hauer. Aufgefallen ist der Schwindel übrigens durch einen Dienstwagen, den es „offiziell“ in Essen nicht geben sollte. Im Bericht an die Essener Parteikollegen war dieser nicht aufgeführt, im Bericht an die Landespartei allerdings schon. Als Rechnungen dazu auftauchten wurde man allerdings stutzig und begann Kontobewegungen zu prüfen. Mittlerweile hat der Beschuldigte Teile der Vorwürfe eingeräumt und sich selbst angezeigt. Neben den juristischen Vorwürfen bleibt für CDU-Chef Matthias Hauer aber vor allem eins: „Eine große menschliche Enttäuschung“.

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