Deutlich mehr Abschiebungen nach Nordafrika

Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland in die nordafrikanischen Maghreb-Staaten ist deutlich gestiegen.
Die Zahl der Abschiebungen aus Deutschland in die nordafrikanischen Maghreb-Staaten ist deutlich gestiegen. Foto: Symbolfoto / pixabay

Zu den sogenannten Maghreb-Staaten zählen Tunesien, Marokko und Algerien. Hierhin schiebt die Bundesrepublik Deutschland offenbar immer mehr Migranten ab.

Schon 2016 hatte der damalige Bundesinnenminister Thomas de Maizière (CDU) Gespräche über Rückführungen mit den Regierungen der nordafrikanischen Maghreb-Staaten geführt. Dabei ging es darum, die Abschiebungen zu erleichtern. Sieht man sich die aktuellen Zahlen an, scheint de Maizièr damit Erfolg gehabt zu haben.

Beispiel Algerien: Wurden im Jahr noch 57 Menschen in das nordafrikanische Land abgeschoben, waren es im Jahr 2017 mit 504 fast neunmal so viele Abschiebungen. Bis Ende August dieses Jahres sollen es bereits 400 gewesen sein. Das berichtet die ‚Bild‘ und beruft sich bei den Zahlen auf Sicherheitskreise.

Aber auch die Rückführungen nach Marokko und Tunesien sind demnach deutlich angestiegen. 2017 wurden 634 Menschen von Deutschland nach Marokko abgeschoben, mehr als das Zehnfache als im Jahr 2015. Da waren es gerade einmal 61 Migranten. Und auch in diesem Jahr waren es bis Ende August bereits 476. Nach Tunesien wurden bis dahin 231 Menschen zurückgebracht. Im gesamten Jahr 2017 waren es 251. Im dem Jahr vor den Gesprächen de Maizières lag die Zahl noch bei lediglich 17 Abschiebungen nach Tunesien.

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