Panorama / Köln

Kölner Geiselnehmer liegt im Koma. Generalbundesanwalt: Anhaltspunkte für einen radikal-islamistischen Hintergrund.

Dass die Geiselnahme und der Brandanschlag im Kölner Hauptbahnhof am vergangenen Montag einen radikal-islamistischen Hintergrund hatte, davon geht mittlerweile auch die Generalbundesanwaltschaft aus.
Dass die Geiselnahme und der Brandanschlag im Kölner Hauptbahnhof am vergangenen Montag einen radikal-islamistischen Hintergrund hatte, davon geht mittlerweile auch die Generalbundesanwaltschaft aus. Foto: Symbolbild / pixabay

Sechs Schüsse trafen Mohammad A.R., als das SEK zugriff – davon einer in den Kopf. Der Mann, der am vergangenen Montag einen Brandanschlag im Kölner Hauptbahnhof auslöste und im Anschluss eine Geisel nahm musste notoperiert werden. Derzeit liegt der 55-Jährige im Koma.

Ob Mohammad A.R. aus dem Koma überhaupt wieder erwachen und in welchem Zustand er dann sein wird, ist nach aktuellem Erkenntnisstand noch vollkommen ungewiss. Die Beamten des Sondereinsatzkommandos, die den Geiselnehmer mit gleich sechs Schüssen niederstreckten, mussten jedoch unverzüglich handeln. Mohammad A.R. habe damit gedroht, sich und seine mit Benzin übergossene Geisel in Brand zu setzen. Das geht aus Informationen aus Sicherheitskreisen hervor, die dem REDAKTIONSNETZWER INFORMER vorliegen.

Derweil hat die Generalbundesanwaltschaft in Karlsruhe die Ermittlungen übernommen. Hier geht man mittlerweile von einem radikal-islamistischen Hintergrund der Tat aus. Dafür gebe es „zureichende Anhaltspunkte“. Mohammad A.R. hatte nicht nur selbst behauptet, Mitglied der ‚Daesh‘ zu sein, einem Arm des Islamistischen Staats (IS). Er forderte auch einen sicheren Flug zum IS nach Syrien sowie die Freilassung einer Frau, die im tunesischen Gefängnis inhaftiert ist. Der Ehemann besagter Frau soll ebenfalls terroristisch aktiv gewesen sein.

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