Politik / München

Landtagswahl Bayern: München wird Grün! Wie die Öko-Partei die CSU entzauberte

Im Maximilianeum, Sitz des Bayerischen Landtags, haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Die CSU verliert deutlich an Einfluss, die Grünen sind nun zweitstärkste Kraft.
Im Maximilianeum, Sitz des Bayerischen Landtags, haben sich die Kräfteverhältnisse verschoben. Die CSU verliert deutlich an Einfluss, die Grünen sind nun zweitstärkste Kraft. Foto: pixabay

Was die Prognosen im Vorfeld der Bayernwahl schon prophezeiten, ist eingetreten: Die Machtverhältnisse im Freistaat haben sich maßgeblich verschoben. Die eigentlichen Gewinner der Wahl sind die Grünen. Sie konnten ihr Wahlergebnis von 2013 verdoppeln. Doch richtig deutlich wird dieser Sieg erst mit Blick auf die Direktmandate.

Mit gerade einmal 37,2 % hat die CSU bei der Landtagswahl am vergangenen Sonntag nicht nur die absolute Mehrheit verloren. Die Christsozialen fuhren damit auch ihr schlechtestes Ergebnis seit 1950 ein. Ihnen wird nur noch eine Koalition, vermutlich mit den Freien Wählern, bleiben, wollen sie weiterregieren.

Mit 17,5 sind die Grünen als zweitstärkste Kraft aus der Wahl hervorgegangen – und damit die eigentlichen Sieger. Während die CSU 10,5 Prozentpunkte einbüßte, legte die Öko-Partei ordentlich zu und konnte ihr Wahlergebnis von 2013 mehr als verdoppeln. Ein Desaster für die CSU.

Die Landeshauptstadt wird grün

Richtig bitter wird die Schlappe der Christsozialen aber erst, wenn man auf die Direktmandate blickt. Als stärkste und über Jahrzehnte allein regierende Partei in Bayern verwundert es kaum, dass die CSU auch am vergangenen Sonntag fast alle Direktmandate gewinnen konnte. Aber in zwei Großstädten tat sie sich schwer und musste einige Direktmandate an die Grünen abgeben.

Gerade in der Landeshauptstadt München gelang den Kandidaten von Bündnis90/Die Grünen gleich mehrere kleine Sensationen. In München-Mitte holte Spitzenkandidat Ludwig Hartmann mit 44 % das Direktmandat. Katharina Schulze, zweite im Bunde des grünen Spitzenduos, legte mit 34,9 % im Wahlkreis München-Milbertshofen nach. Eine Klatsche für die CSU-Gegenkandidatin Tina Pickert.

In Giesing, Schwabing und Moosbach sah es nicht anders aus. Auch in diesen Wahlbezirken liegt das Direktmandat in grünen Händen.

In Würzburg ging es sehr knapp zu. Bis in den späten Abend hinein lieferte sich hier CSU-Kandidat Oliver Jörg ein erbittertes Rennen mit Patrick Friedl. Trotz knappen Ausgangs musste sich auch in Würzburg Oliver Jörg schließlich seinem grünen Kontrahenten geschlagen geben.

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