Sport / Dortmund

Nach Randale mit 50 Verletzten in Dortmund: NRW-Innenminister fordert personalisierte Fußballtickets

Beim gegen Borussia Dortmund verletzten Hertha-Randalierer insgesamt 50 Personen.
Beim gegen Borussia Dortmund verletzten Hertha-Randalierer insgesamt 50 Personen. Foto: Quelle youtube / German Ultras

Am vergangenen Samstag kam es beim Bundesliga-Spiel zwischen Borussia Dortmund und Hertha Berlin zu schweren Ausschreitungen. Randalierer zündeten im Gästeblock massiv Pyrotechnik und attackierten die Ordnungshüter mit Bengalos, Fahnenstangen und herausgerissenen Toilettenschüsseln. Die Bilanz: Insgesamt 50 Verletzte. Nun forderte der nordrhein-westfälische Innenminister Herbert Reul (CDU), nur noch personalisierte Tickets für sogenannte Hochrisikospiele zu verkaufen.

„Wir müssen überlegen, wie wir die Einlasskontrollen an den Stadiontoren professionalisieren, und ob wir bei Hochrisikospielen nicht personalisierte Eintrittskarten brauchen“, sagte Reul gegenüber der ‚Bild‘-Zeitung. Schon am Tag nach den schweren Ausschreitungen im BVB-Stadion hatte der NRW-Innenminister die Randale aufs schärfste verurteilt. „Das hat mit Fankultur nichts zu tun, sondern ist schlicht kulturloses, primitives Verhalten.“

Beim Heimspiel des BVB Dortmund gegen die Hertha aus Berlin eskalierte die Situation im Gästeblock

Schon bei der Heim-WM in Deutschland 2006 wurden die Tickets nur personalisiert verkauft. Wer eine Karte für eine der begehrten WM-Spiele kaufen wollte, musste dazu persönliche Daten hinterlegen. Der personalisierte Ticketverkauf verlief reibungslos.

Daher könnte sich Innenminister Reul diesen auch bei Liga-Spielen vorstellen – zumindest bei Hochrisikospielen. Als solche werden im Fußball Spiele bezeichnet, bei denen aufgrund der vermuteten Gefahrenlage mit einem erhöhten Sicherheitsrisiko zu rechnen ist, sodass dieses Begegnungen auch einen hohen Einsatz von Sicherheits- und Polizeikräften erfordern.

NRW-Innenminister Reul: „Habe meine Zweifel, ob die Einlasskontrollen mit der nötigen Gründlichkeit durchgeführt werden.“

Neben seinem Vorstoß in Sachen Kartenverkauf kritisierte Reul aber auch das Sicherheitspersonal am Stadioneingang. „Wenn es Fans immer wieder gelingt, Pyrotechnik gleich kiloweise in die Stadien zu schleppen, habe ich meine Zweifel, ob die Einlasskontrollen mit der nötigen Gründlichkeit durchgeführt werden.“ Dasselbe gelte für meterlange Fahnenstangen, mit denen auf Polizeibeamte eingeschlagen werde.

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