Polizist vor Gericht – er soll seine Freundin fast zu Tode gewürgt haben

Polizist in Essen vor Gericht - er soll seine Freundin fast zu Tode gewürgt haben Foto: INFORMER

Erneut steht innerhalb weniger Wochen ein Essener Polizist vor Gericht. Auch diesmal geht es um Gewalt in der eigenen Beziehung. So muss sich seit dieser Woche ein 37-jähriger Polizist aus Essen vor der VII. Strafkammer des Landgerichts verantworten. Vorwurf: Sebastian H. soll seine Freundin (25) beinah zu Tode gewürgt haben. Knapp war es: Lebensgefahr, so ein Gutachten der Rechtsmediziner.

Es war der zweite Anlauf in ihrer Beziehung. Schon einmal war das Paar 2015 liiert. Schon damals spielte Gewalt eine Rolle. 2017 kamen beide erneut zusammen. Nicht nur privat: auch beruflich kreuzten sich ihre Wege: er bei der Polizei, sie beim Ordnungsamt. Zeitweise im Rahmen der Doppelstreife in der selben Dienststelle. Bei der Weihnachtsfeier seiner Dienstgruppe im Dezember 2017 waren beide dabei. Alkohol wurde getrunken. Dann kam es zum Streit. Sie verließ das Lokal, er folgte ihr. Trotz Alkohol fuhr der Polizeibeamte ihr hinterher, forderte sie zum einsteigen auf. Bei ihm Zuhause soll sie sich weinend aufs Bett gelegt haben. Plötzlich habe er sich auf sie gesetzt und gewürgt. So stark, dass es zu Einblutungen in den Augen kam. Todesangst beim Opfer. Erst als sein Hund bellte, ließ der Täter von seinem Opfer ab. Bis Ende Oktober will die Strafkammer zu einem Urteil kommen. Am ersten Verhandlungstag konnte sich der Angeklagte nicht daran erinnern, sie konkret gewürgt zu haben.

 

 

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