Panorama / Trondheim

Russische Raketenübung mitten im NATO-Manöver

Vom 1. bis 3. November will die russische Marine vor der norwegischen Westküste Schießübungen durchführen. Dort findet zurzeit auch das NATO-Großmanöver ‚Trident Juncture‘ statt.
Vom 1. bis 3. November will die russische Marine vor der norwegischen Westküste Schießübungen durchführen. Dort findet zurzeit auch das NATO-Großmanöver ‚Trident Juncture‘ statt. Foto: Symbolbild / Mil.ru [CC BY 4.0 (https://creativecommons.org/licenses/by/4.0)], via Wikimedia Commons

Seit vergangenem Donnerstag läuft in Norwegen ‚Trident Juncture‘ – das größte Manöver der NATO seit Ende des Kalten Krieges. Mit dem Großmanöver, an dem 50.000 Soldaten beteiligt sind, üben die NATO-Streitkräfte den Verteidigungsfall eines Bündnispartners. ‚Trident Juncture‘ ist aber auch ein deutliches Signal an Russland. Nun kontert Moskau und plant seinerseits eine Raketenübung – und zwar im Gebiet, wo auch gerade die NATO den Ernstfall übt.

Das geht aus einer gestrigen Mitteilung der norwegischen Flugsicherung Avinor hervor. Darin heißt es, dass die russische Seekriegsflotte ab kommenden Donnerstag Schießübungen in einem Areal vor Norwegens Westküste in Höhe der Stadt Trondheim abhalten will.

Bei der Mitteilung handle es sich um Routinemeldung, sagte Avinor-Kommunikationschef Erik Lødding gegenüber der Deutschen Presse-Agentur. Die Meldung überlasse den Piloten die Entscheidung, das Gebiet zu meiden. Dennoch ist die Mitteilung nicht unbrisant. Denn das darin beschriebene Areal, in dem die russischen Schießübungen stattfinden sollen, überschneidet sich teilweise mit dem Gebiet, in dem die NATO unter Beteiligung von 10.000 deutschen Bundeswehrsoldaten gerade ihr Großmanöver durchführt.

Das norwegische Militär bestätigte indes im staatlichen Rundfunk NRK die geplante Seekriegsübung der Russen. Die russische Übung sei bekannt, werde aber das Manöver Trident Juncture nicht beeinträchtigen.

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