Sport / Frankfurt

Streit um Zahlungen an die FIFA für die WM 2006: DFB setzte 6,7 Millionen Euro als Betriebsausgabe ab

Das WM-Finale 2006 im Berliner Olympiastadion.
Das WM-Finale 2006 im Berliner Olympiastadion. Foto: pixabay

Für die Fußballweltmeisterschaft 2006 im eigenen Land zahlte der Deutsche Fußball-Bund 6,7 Millionen Euro an den Weltverband FIFA. Diese Summe machte der DFB kurzerhand in seiner Steuererklärung als Betriebsausgabe geltend. Deshalb drohte nun ein Steuerstrafverfahren gegen sowie die Aberkennung der Gemeinnützigkeit des DFB.

Alles korrekt, zu diesem Ergebnis kam jetzt das Landgericht Frankfurt. Die 6,7 Millionen Euro in der Körperschaft- und Gewerbesteuer als Betriebsausgabe abzusetzen, sei durchaus zulässig gewesen. Das Gericht erteilte damit der Eröffnung eines Steuerstrafverfahrens, in der Hauptsache gegen ehemalige Verantwortliche des DFB, eine Absage. Demnach kann in Folge auch die Gemeinnützigkeit des DFB für das Jahr 2006 nicht aufgrund dieser steuerlichen Angabe entfallen.

„Wir sehen uns durch die Entscheidung des Landgerichts Frankfurt in unserer Rechtsauffassung bestätigt, dass es sich bei den 6,7 Millionen Euro um eine Betriebsausgabe handelt“, so  DFB-Präsident Reinhard Grindel. „Wir hoffen, dass es nunmehr gelingt, möglichst schnell Rechtssicherheit im Besteuerungsverfahren herzustellen und die Frage der Gemeinnützigkeit für den betreffenden Zeitraum abschließend zu klären.“

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