Panorama / Hamburg

Zweifel am Sinn der Hamburger Fahrverbote

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Symbolbild Foto: pixabay

Am 31. Mai 2018 traten in Hamburg die bundesweit ersten Fahrverbote für alte Diesel-Fahrzeuge und Lastwagen in Kraft. Die Hansestadt sperrte zwei Straßenabschnitte für Stickoxid-Schleudern. Eine von der Wochenzeitung ‚Die Zeit“ in Auftrag gegebene Messen der Schadstoffwerte in der Hamburger Luft weckt nun Zweifel, ob diese Fahrverbote wirklich etwas erreichen. Die Messwerte jedenfalls sind alarmierend.

Die Atemluft sei weiträumig, vor allem in der Hamburger Innenstadt, mit dem gesundheitsschädlichen Reizgas Stickstoffdioxid belastet. Zu diesem Ergebnis kommt das mit der Auswertung der Messwerte beauftragte Schweizer Labor Passam. 16 Messstationen sammelten im Zeitraum des gesamten Septembers auf einer Höhe von 1,50 Meter die Luftwerte der Hansestadt. An elf dieser Messstationen sei der Stickoxid-Grenzwert von 40 Mikrogramm je Kubikmeter deutlich überschritten worden. Spitzenreiter sind die Landungsbrücken. An dem beliebten Touristenziel wurden satte 89 Mikrogramm pro Kubikmeter gemessen.

Auf der Fruchtallee liegt der Messwert bei 64,3. Die Fruchtallee gilt als Ausweichstrecke für die durch die Fahrverbote gesperrten Teilabschnitte der Max-Brauer-Allee und der Stresemannstraße. Die unabhängigen Messungen ergaben, dass auf dieser Ausweichstrecke die Stickoxid-Werte inzwischen auf das Anderthalbfache des auf Jahressicht erlaubten Wertes angestiegen sei. Die Ergebnisse wecken damit „Zweifel am Sinn der beiden seit Mai eingerichteten Diesel-Fahrverbotsstrecken in Hamburg“, heißt es in der Pressemitteilung der Wochenzeitung.

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