Politik / Leipzig

„Heil Hitler“-Rufe beim Grünen-Parteitag

Laut Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner waren es „junge Nazis“, die den Parteitag der Grünen stören wollten.
Laut Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner waren es „junge Nazis“, die den Parteitag der Grünen stören wollten. Foto: Niklas Tschöpe - Own work, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=37776294

Am Wochenende fand die Bundesdelegiertenkonferenz 2018 von Bündnis 90/Die Grünen in Leipzig statt. In der Nacht von Samstag auf Sonntag empfingen fünf Personen die Delegierten mit Hitler-Rufen und Pöbeleien.

Die Gruppe passte Teilnehmer des Parteitags am Ausgang der Leipziger Messehalle ab. Es seien „junge Nazis“ gewesen, erklärte Grünen-Bundesgeschäftsführer Michael Kellner, die unter anderem auch „Heil Hitler!“ gerufen hätten. Sie hätten zudem die Delegierten der Jahreskonferenz angepöbelt und Aufsteller der Grünen zerstört. Die Polizeibeamte sorgte schließlich für die Sicherheit der Konferenzteilnehmer.

Die Polizei bestätigte derweil, dass Aufsteller-Fahnen der Grünen in einen Brunnen vor der Messehalle geworfen wurden. Es liege wegen Sachbeschädigung auch eine Anzeige vor.

Unter anderem wurden auf dem Parteitag Ska Keller und Sven Giegold als Spitzenkandidaten für die Europawahl 2019 gewählt. Das Duo rief dazu auf, sich den rechtsnationalen Tendenzen in Europa entgegenzustellen. Und auch Bundesgeschäftsführer Kellner will sich von den rechten Pöbeleien am Rande des Parteitags nicht ins Bockshorn jagen lassen: „Das wird uns nicht davon abhalten, wieder nach Leipzig zu kommen.“

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