Runter von der A40! Gericht sperrt erstmals Dieselfahrzeuge von einer Autobahn aus

Erstmals wird mit der A40 in Essen auch eine Autobahn von den Dieselfahrverboten betroffen sein.
Erstmals wird mit der A40 in Essen auch eine Autobahn von den Dieselfahrverboten betroffen sein. Foto: Christian Demski - http://www.piqs.de/fotos/6077.html, CC BY 2.0 de, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=10198102

Nun ist es soweit: Mit Essen und Gelsenkirchen sind nun auch zwei Metropolen im Ruhrgebiet von gerichtlich verfügten Fahrverboten betroffen. Das Verwaltungsgericht Gelsenkirchen folgte in seinem heutigen Urteil der Klage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) und ordnete Sperrzonen für Dieselfahrzeuge ab dem 1. Juli 2019 an. Erstmals in der noch jungen Geschichte der Dieselfahrverbote sind mit der A40 auch Teilabschnitte einer Autobahn betroffen.

In Gelsenkirchen traf das Urteil des Verwaltungsgerichts mit der Kurt-Schumacher-Straße eine Hauptverkehrsstraße. Ab dem 1.06.2019 dürfen hier nur noch Dieselfahrzeuge der Schadstoffklasse 6 verkehren. Deutlich schwerer aber fällt das heutige Urteil in Essen aus. Die ‚Blaue Umweltzone‘ soll hier in gleich 18 der 50 Stadtteile gelten. Dies betrifft ab dem 1. Juli 2019 zunächst Dieselfahrzeuge der Schadstoffklassen 1 bis 4. Ab dem 1. September 2019 sind dann auch Euro-5-Diesel von den Sperrzonen betroffen.

Besonders prekär wird sich das Urteil auch für viele Pendler auswirken, die mit einem Diesel unterwegs sind. Denn die ‚Blauen Umweltzonen‘ werden in Essen auch Abschnitte der A40 einbeziehen. Erstmals wird damit auch eine Autobahn von den Dieselfahrverboten betroffen sein. Die Luftbelastung durch den Autobahnverkehr lasse sich vermutlich nur durch Einbeziehung der Strecke in die Umweltzone reduzieren, sagte die Vorsitzende der zuständigen 8. Kammer, Margit Balkenhol.

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