Schwefel statt Erdöl – der Zufall als Gründervater von Europas größtem Heilbad

Europas schwefelhaltigste Therme liegt hier: Der Ortners-Lindenhof in Bad Füssing Foto: INFORMER

1938 war es, als bei Bohrungen anstelle von Erdöl die stärkste Schwefelquelle Europas entdeckt wurde. Und zwar in Bad Füssing im niederbayerischen Landkreis Passau. Das ist auch der Grund, warum sich „Ortner`s Lindenhof“, in dem sich die legendäre Therme 1 befindet, als Bad Füssing`s Gründerhof bezeichnen kann.

Aus knapp 1.000 Metern Tiefe wird das 56 Grad heiße Heilwasser heute in vier Thermalbecken gepumpt, in denen die Gäste dann bei wohligen 30 bis 37 Grad entspannen können. Was an dem Quellwasser so besonders ist? Sulfid-Schwefel wird durch die Haut besonders gut aufgenommen und entfaltet so eine heilende, entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung. Sehr empfehlenswert vor allem bei Rheumatischen Erkrankungen, Herz, – Kreislauf, – und Durchblutungsstörungen sowie bei Stoffwechselerkrankungen, um nur einige Anwendungsgebiete zu nennen.

Europas schwefelhaltigste Quelle macht heute Bad Füssing international berühmt. Foto: INFORMER

Und wenn man schon über eine solche biologische „Wunderwaffe“ verfügt, dann macht es Sinn, den Gesundheitsgedanken weiter zu spinnen. Die Bayern haben das gemacht: Eine vielfältige Saunalandschaft, zahlreiche Therapie- und Wellness- Möglichkeiten sowie eine gesunde, saisonale und regionale Gastronomie runden das Hotel- Angebot ab. Kein Wunder, dass „Ortner`s Lindenhof“ nun zum „4-Sterne-Superior-Haus“ gekürt wurde. Fazit: Mag sein, dass der Zufall die treibende Kraft war. Aber es muss auch immer Menschen geben, die Potenziale erkennen können und etwas aus der „geschenkten“ Situation machen.

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