Panorama / Recklinghausen

32-Jähriger rast mit Pkw in Menschenmenge: Seniorin (88) stirbt an ihren Verletzungen

Symbolbild
Symbolbild Foto: Lars Riedel

Am gestrigen Donnerstag kam gegen 14.55 Uhr auf der Hertener Straße in Recklinghausen ein ein Pkw-Fahrer von der Fahrbahn ab und fuhr in eine Personengruppe, die sich zu diesem Zeitpunkt an einer Bushaltestelle aufhielt. Insgesamt wurden 14 Menschen teils schwer verletzt Eine 88-jährige Frau erlag ihren Verletzungen. Die Polizei schließt einen Suizidversuch des 32-jährigen Fahrers nicht aus.

Von den Verletzten befinden sich noch zwei Menschen im Krankenhaus. Ihr Zustand ist stabil. Die anderen Opfer konnten das Krankenhaus wieder verlassen. Auch der Fahrer musste mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach der Versorgung seiner Verletzungen erfolgte dort die Festnahme durch die Polizei.

Warum der aus Herten stammende Mann von der Fahrbahn abgekommen ist, ist zurzeit noch Gegenstand von Ermittlungen. Zur Spurensicherung wurden Fachleute der Polizei hinzugezogen. Die Auswertung der Spuren am Ort des Geschehens und Befragungen ergaben jedoch bereits Hinweise darauf, dass der 32-Jährige möglicherweise Suizid begehen wollte. Er war in der Vergangenheit bereits in psychiatrischer Behandlung. Auch die Durchsuchung seiner Wohnung ergab keine Hinweise, die auf eine andere Motivlage hindeuten würden. Ob er bei seiner Fahrt unter dem Einfluss von Drogen oder Alkohol stand, wird noch geprüft. Außerdem ergaben die Ermittlungen, dass der Todesfahrer keine gültige Fahrerlaubnis hatte.

Derweil bedankte sich die Polizei Recklinghausen und die Staatsanwaltschaft Bochum bei den Menschen für die überragende Hilfeleistung vor Ort. Anwohner, Geschäftsleute, Mitarbeiter nahegelegener Arztpraxen und Passanten hätten den Verletzten vorbildlich und professionell erste Hilfe und Beistand geleistet. Auch die eingesetzten Polizeibeamten seien bei ihren Maßnahmen mit kleinen und großen Gesten unterstützt worden. „Trotz des schrecklichen Ereignisses ist die Unterstützung ein Zeichen von Menschlichkeit und Hilfsbereitschaft und damit ein wichtiges Signal“, sagt Polizeipräsidentin Friederike Zurhausen. „Mein Mitgefühl gilt allen Betroffenen und Angehörigen. Während viele sich auf besinnliche Weihnachtstage freuen, müssen sie das Erlebte verarbeiten oder sogar den Tod eines Angehörigen betrauern.“

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