Crash-Wochenende im Essener Süden: Verkehrsunfälle fordern zahlreiche Verletzte

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Symbolbild Foto: Lars Riedel

Gleich dreimal knallte es auf den Straßen im Essener Süden. Am vergangenen Wochenende (5. und 6. Januar 2018) kam es zu mehreren schweren Verkehrsunfällen, die zahlreiche Verletzte forderten.

LKW zerquetscht VW Polo

Am Samstagvormittag gegen 10.35 Uhr fuhr eine dreiköpfige Familie aus Heiligenhaus mit ihrem VW Polo über die Wuppertaler Straße in Richtung der Essener Innenstadt. An der Kreuzung Wuppertaler Straße/Frankenstraße/Konrad-Adenauer-Brücke bremste die 21-jährige Mutter den Kleinwagen ab, als die Ampelanlage auf Rot umschaltete. Mit ihr im Fahrzeug befanden sich der 39-jährige Vater und der 5 Monate alte Sohn. Ein 49-jähriger Duisburger, der sich mit einem Speditions-LKW hinter der Familie befand, bemerkte den Abbremsvorgang offenbar zu spät und prallte auf den stehenden Wagen auf. Der Lastwagen drückte das gesamte Fahrzeugheck ein, ein Fahrzeugreifen zerplatzte durch die Wucht. Der Rettungsdienst der Essener Feuerwehr und ein Notarzt versorgten kurz darauf die drei verletzten Insassen, die sie mit Rettungswagen zur stationären Behandlung ins Krankenhaus fuhren. Der LKW- Fahrer blieb unverletzt. Während der Rettungsmaßnahmen und der anschließenden Unfallaufnahme sperrten die eingesetzten Beamten Teile der Kreuzung für den Fahrzeugverkehr.

18-Jährige überschlägt sich mit Toyota Yaris

Keine Stunde später, gegen 11.20 Uhr, alarmierte erneut ein Notruf die Beamten der Inspektion Süd. Keine zwei Kilometer vom vorherigen Unfallort entfernt sollte sich demnach auf der Heisinger Straße ein Kleinwagen überschlagen haben. Als die Einsatzkräfte die Unfallstelle kurz darauf erreichten, hatte sich die 18-jährige Essener Fahrerin bereits selbst aus ihrem Fahrzeug befreien können. Bis zum Eintreffen der Rettungssanitäter versorgten die Polizisten die augenscheinlich unter Schock stehende junge Frau, die nach der medizinischen Erstversorgung schwerverletzt ins Krankenhaus gefahren wurde. Den vermutlich total zerstörten schwarzen Toyota Yaris stellte später der Abschleppdienst wieder auf die Räder. Nach den bisherigen polizeilichen Ermittlungen fuhr die Essenerin die Heisinger Straße in Richtung Stadtwaldplatz. In einer scharfen Linkskurve, unmittelbar hinter der Elsaßstraße, verlor sie vermutlich aufgrund unangepasster Geschwindigkeit die Kontrolle über ihren Wagen. Sie schleuderte zunächst über die Straße, drehte sich entgegengesetzt ihrer Fahrtrichtung und kam anschließend nach rechts von der befestigten Fahrbahn ab. In der dortigen Böschung überschlug sich der Wagen und kam auf dem Dach liegend zum Stillstand.

Opel Corsa rammt Laternen

Weitere Verletzte forderte ein Unfall am frühen Sonntagmorgen gegen 3.25 Uhr. Autofahrer alarmierten die Rettungsdienste, als sie am Bredeneyer Berg auf der Bredeneyer Straße (B 224) einen schweren Verkehrsunfall entdeckten. Etwa 100 Meter hinter der einmündenden Straße ‚Weg zur Platte‘ verlor eine 24-jährige Fahrerin auf der abschüssigen Bundesstraße offenbar die Kontrolle über ihren gelben Opel Corsa. Dabei prallte der Kleinwagen gegen zwei Laternen, die er dabei erheblich beschädigte. Im Fahrzeug befanden sich drei weitere Essener Mitfahrer. Bis auf den 22-jährigen Beifahrer, der nicht ärztlich untersucht wurde, verletzten sich die Fahrerin und die beiden auf der Rückbank sitzenden Mitfahrerinnen (18 und 21 Jahre) vermutlich schwer. Die unter Schock stehenden jungen Menschen versorgten die Sanitäter der Feuerwehr und fuhren sie anschließend in Essener Krankenhäuser. Die Beamten ordneten bei der 24-jährigen Fahrerin die Entnahme einer Blutprobe zur Feststellung ihrer Fahrtauglichkeit an und stellten ihren Führerschein sicher.

Bei allen drei Unfällen waren die Fahrbahnen leicht nass, da leichter Nieselregen eingesetzt hatte. Die Polizei bittet deshalb um erhöhte Vorsicht, da selbst ohne Überschreitung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit es zu gefährlichen Fahrsituationen kommen kann, die vielleicht auch zu den geschilderten Unfällen führten.

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