Die Gesundheit der Deutschen ist auf einem neuen Tiefpunkt

Zu wenig Bewegung ist eine der Ursachen dafür, dass es den Deutschen gesundheitlich immer schlechter geht.
Zu wenig Bewegung ist eine der Ursachen dafür, dass es den Deutschen gesundheitlich immer schlechter geht. Foto: pixabay

Fatal ist: Die meisten Befragten schätzen ihre Lage völlig falsch ein

Zu wenig Bewegung, ungesunde Ernährung, zu viel Alkohol und ein ungesunder Umgang mit Stress – immer mehr Deutsche treiben Raubbau an ihrer Gesundheit. Eine Umfrage der DKV ergab, dass sich der Gesundheitszustand der Deutschen seit 2010 verschlechtert statt verbessert hat. So berichtet die ZEIT. Dabei sind die Regeln für ein gesundes Leben eigentlich jedem klar! Ausgewogene Ernährung, ausreichend Schlaf, moderater Sport. Immer wieder gibt es Berichte und Artikel über diese Eckpunkte eines gesünderen Lebensstils. Doch bis sich aus dem theoretischen Wissen konkretes Handeln entwickelt, braucht es manchmal Leidensdruck – oder staatliche Intervention. Dass diese greift, zeigt das Thema Rauchen eindrücklich, denn die Maßnahmen der Bundesregierung führten zu einer positive Entwicklung: Die Deutschen rauchen weniger als noch vor 10 Jahren. Ihre größte Schwäche ist allerdings die mangelnde Bewegung. Dabei kann diese sogar Krebs vorbeugen helfen!

Besonders bedenklich: Immer mehr Kinder und Jugendliche leiden an Depressionen. Die Ursachen hierfür sind vielfältig: steigender Druck in der Schule, sozialer Stress aber natürlich auch zu wenig Bewegung. Anstatt sich auf dem Bolzplatz zu verausgaben oder durch die Gegend zu streifen, verbringen Kinder mehr und mehr Zeit am Smartphone oder vor ihrer Spielekonsole. Dabei ist bekannt, dass Bewegung ebenso gut gegen Depressionen hilft wie ein Antidepressivum. Doch wie lässt sich mehr Bewegung in den Alltag integrieren?

Treppenhäuser und Fahrradreifen?

Wenn es um das Thema Bewegung im Alltag geht, hören wir immer wieder, wir sollten Aufzüge und Rolltreppen meiden und stattdessen die Treppe verwenden, mit dem Fahrrad anstelle des Autos zur Arbeit fahren oder eine Station eher aus der Bahn steigen, um den restlichen Weg zu Fuß zu gehen. Ehrlich gesagt sind diese Hinweise für viele Arbeitnehmer einfach nicht zu realisieren. Ab einer bestimmten Entfernung kommt das Fahrrad für den Arbeitsweg einfach nicht in Frage, zudem will niemand verschwitzt oder durchnässt im Büro ankommen. Und wer morgens so viel Zeit hat, dass er einen Teil seines Arbeitsweges laufen kann, ist zu beneiden. Die meisten Arbeitnehmer jonglieren ohnehin schon, um zeitlich alles unter einen Hut zu bekommen. Und dann sind da noch die vielbeschworenen Fitnessstudios, die in jedem Januar eine Vielzahl an Anmeldungen bekommen. Leider reicht die Energie des Neujahrs-Vorhaben häufig nicht bis in den Februar hinein.

Eine mögliche Alternative zu all diesen Möglichkeiten ist es, in den eigenen vier Wänden für mehr Bewegung zu sorgen. Dann sind weder Zeit noch Wetter ein Hindernisgrund. Zudem haben die Deutschen ohnehin ein inniges Verhältnis zu ihrem Heim, die Trendforscherin Faith Popcorn bezeichnete als es „Cocooning“. Zu diesem „Einspinnen“ im heimischen Kokon passt es sehr gut, die sportlichen Aktivitäten ebenfalls dorthin zu verlegen. Welche Möglichkeiten gibt es dafür?

Die Treppe statt den Fahrstuhl zu nehmen, hält fit. Aber vielen Menschen fehlt schlicht die Zeit dazu.
Die Treppe statt den Fahrstuhl zu nehmen, hält fit. Aber vielen Menschen fehlt schlicht die Zeit dazu. Foto: pixabay

Die besten Sportgeräte für zu Hause

Ergometer

Ein Ergometer ist quasi ein Fahrrad, das auf der Stelle fährt. Es unterscheidet sich von einem Heimtrainer dadurch, dass die erbrachte Leistung genau gemessen wird. Zusätzlich werden auf dem Display am Gerät die Herzfrequenz, die verbrauchten Kalorien und die zurückgelegten Kilometer angezeigt.

Der Vorteil an einem Fahrrad Ergometer ist, dass es jederzeit benutzt werden kann, unabhängig von Wind und Wetter. Es braucht nicht viel Platz, sodass es auch im Wohnzimmer aufgestellt werden kann. So wird auch der größte Bewegungsmuffel zum Training animiert, denn er kann beim Radeln bequem weiter seine Lieblingssendung ansehen.

Hanteln

Wer Muskeln aufbauen will, der muss nicht unbedingt in ein Fitnessstudio gehen und dort die Geräte beanspruchen. Auch zu Hause lässt sich mit Hanteln eine Menge erreichen. Die Kleingeräte gibt es in den verschiedensten Ausführungen, vom Kettleball bis hin zur Langhantel.

In Kombination mit einer Hantelbank lässt sich optimal und effektiv trainieren. Es gibt unzählige Video-Trainings, mit denen auch Anfänger beste Resultate erzielen können. Wer wenig Platz hat, der wählt eine Hantelbank zum Zusammenklappen. Sie lässt sich nach dem Training platzsparend in einer Nische verstauen.

Laufband

Was in den USA schon gang und gebe ist, setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch: das Laufband. Wenn es um Herz- Kreislauftraining und Fatburning geht, gibt es kaum ein effektiveres Gerät. Vom langsamen Walken bis hin zum Joggen lässt sich damit alles machen, allerdings werden die Gelenke mehr geschont, als wenn man auf Asphalt laufen würde. Bei vielen Geräten lässt sich der Neigungswinkel verstellen, sodass auch für Personen mit Knieproblemen oder Gelenkschmerzen die perfekte Belastung gefunden werden kann. Und: Man kann immer laufen und ist unabhängig von den Gegebenheiten draußen. Ein Laufband benötigt allerdings einiges an Stellfläche.

Das Laufband-Training setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch.
Das Laufband-Training setzt sich auch in Deutschland immer mehr durch. Foto: pixabay

Crosstrainer

Der Crosstrainer hat sich in den letzten Jahren gegen die beliebten Stepper durchgesetzt, die bei manchen Sportlern Bandscheibenprobleme verursacht haben. Der Vorteil des Crosstrainers: Er wirkt auf alle Muskeln und trainiert Beine, Rumpf und Arme. Allerdings verbraucht er etwas mehr Platz als etwa ein Ergometer, weniger jedoch als ein Laufband.

Diesen Fehler machen die meisten Menschen beim Heimtraining

Beim Thema Heimtraining gibt es einen typischen Fehler, der den optimalen Trainingserfolg verhindert, und zwar handelt es sich um zu große Vorhaben. Zu Beginn ist jeder voll motiviert und nimmt sich zum Beispiel vor, täglich eine halbe Stunde an seinem Gerät zu trainieren. Das funktioniert meist nur wenige Tage lang, denn neue Gewohnheiten lassen sich nicht so einfach in den Alltag integrieren. Wenn man allerdings sein Vorhaben zwei- oder dreimal nicht realisieren konnte, kommt man sich vor wie ein Versager und glaubt nicht mehr an die eigene Leistungsfähigkeit und das eigene Durchhaltevermögen. Folgendes kann helfen:

  • Man nimmt sich am besten vor, ein- bis zweimal in der Woche zu trainieren, und zwar nur eine kurze Zeit. Somit schafft man Erfolgserlebnisse, die motivierend wirken.
  • Wenn man das Training mit einer Handlung verknüpft, die ohnehin zum Alltag gehört, gelingt die Integration der neuen Gewohnheit wesentlich leichter. So kann man zum Beispiel während der allabendlichen Lieblingsserie auf den Crosstrainer oder das Laufband gehen.

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