Kirchenraub in Essen: Im Mittelalter hätte die Täter die Todesstrafe erwartet

Unter anderem erbeuteten die Diebe diese Taufkanne mit Taufschale. Der Polizei bittet um Mithilfe: Wer kann Angaben über den Verbleib dieser sakralen Gegenstände machen?
Unter anderem erbeuteten die Diebe diese Taufkanne mit Taufschale. Der Polizei bittet um Mithilfe: Wer kann Angaben über den Verbleib dieser sakralen Gegenstände machen? Foto: Polizei Essen

In der Zeit zwischen dem 25. November 2018 12.30 Uhr und dem 26. November 2018 9 Uhr sind bislang unbekannte Täter in die Schutzengelkirche in Essen-Frillendorf eingebrochen. Dabei haben die Täter nicht nur Spendengelder, sondern auch Gegenstände aus der Kirche an der Straße ‚Auf der Litten‘ gestohlen.

In der Kirche selbst und in der Sakristei suchten die Einbrecher nach Beute. Dafür hebelten sie unter anderem Spendendosen auf. Neben den Spendengeldern entwendeten die Diebe auch eine Taufschale und Taufkanne (Foto) sowie Wein- und Wasserkännchen auf einem Tablett. Möglicherweise besteht sogar ein Zusammenhang mit Einbrüchen in der danebengelegenen Kindertagesstätte

Noch immer fahndet die Polizei Essen nach den unbekannten Tätern, die mit ihrer Beute flüchten konnten. Zeugen, die zur Tatzeit etwas an der Kirche beobachtet haben oder Hinweise zu den gestohlenen Gegenständen geben können, werden daher gebeten, sich unter 0201/ 829-0 bei der Polizei zu melden.

Sollten die Täter gefasst und verurteilt werden, droht ihnen eine langjährige Haftstrafe. Denn der Diebstahl von Gegenständen aus einer Kirche oder von geweihten Gegenständen, die dem Gottesdienst dienen, wird nach deutschem Recht als „besonders schwerer Fall“ mit bis zu zehn Jahren Freiheitsentzug bestraft. Damit kommen die Täter jedoch noch gut weg. Im Mittelalter wäre gegen sie die Todesstrafe verhängt worden.

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