Panorama / Sulzbach

Tierisch beliebt: Das sind die 10 populärsten Hunderassen in Deutschland

Ein Labrador-Retriever-Welpe – in der Gunst der deutschen Hundehalter liegt dieser kleine Kerl ganz weit vorn. Nur Mischlingshunde sind beliebter als diese Rasse.
Ein Labrador-Retriever-Welpe – in der Gunst der deutschen Hundehalter liegt dieser kleine Kerl ganz weit vorn. Nur Mischlingshunde sind beliebter als diese Rasse. Foto: pixabay

Die Vorlieben der deutschen Hundehalter sind beständig. Das belegt auch in diesem Jahr die Jahresstatistik von Europas größtem Haustierregister. Ein Vergleich der Neuregistrierungen bei der Tierschutzorganisation TASSO für das Jahr 2018 mit den Zahlen der Vorjahre zeigt, dass sich seit Jahren dieselben Hunderassen großer Beliebtheit erfreuen.

Seine Nase ganz weit vorn hat dabei der Labrador Retriever mit 20.548 Neuanmeldungen im Jahr 2018. Im selben Zeitraum wurden bei TASSO 13.402 Deutsche Schäferhunde und 12.001 Chihuahuas neu registriert. Knapp dahinter, aber damit bereits im Mittelfeld liegt die Französische Bulldogge mit 11.203 Neuanmeldungen.

Der Australian Shephard überholt den Golden Retriever

Mit deutlichem Abstand folgen dann der Jack Russell Terrier (6.462 Registrierungen) und Australian Shepherd (6.354 Registrierungen). Hier ist auch die einzige Abweichung im Vergleich zum Vorjahr zu verzeichnen: Der Golden Retriever ist hinter dem Australian Shepherd zurückgefallen und wurde 6.311 Mal registriert. Im unteren Tabellenfeld ist aber wieder alles beim Alten. Platz 9 belegt der Yorkshire Terrier mit 4.928 Neuanmeldungen und den letzten Platz der mit 4.051 Registrierungen immer noch äußerst beliebte Havaneser.

Doch auch zusammen haben alle keine Chance gegen den wahren Lieblingshund der Deutschen: den Mischling. Mehr als 87.000 Mischlinge sind von Januar 2018 bis Dezember 2018 bei TASSO neu registriert worden. Damit ist Platz eins unangefochten in der Hand der Rassemixe.

Tierschützer warnen vor unseriösen Züchtern

Aus Tierschutzsicht begrüßt die Tierschutzorganisation TASSO die breite Vielfalt der Rassen. Denn entwickeln sich einzelne Rassen zu Trendhunden, fördert dies leider oft den illegalen Welpenhandel. „Steigt die Nachfrage nach einzelnen Rassen plötzlich massiv an, können seriöse Züchter die Nachfrage kaum befriedigen“, erklärt TASSO-Leiter Philip McCreight. Und das öffne Verbrechern Tür und Tor. „Sie verkaufen zu junge und oft kranke Welpen von unseriösen Vermehrern, die häufig im Ausland tätig sind.“ Dort werden die Tiere of unter erbärmlichen Umständen gehalten, nicht medizinisch versorgt und sind häufig schlecht sozialisiert. „Nicht selten werden sie krank, kaum dass sie in Deutschland bei ihrer neuen Familie sind.“ Daher rät die Tierschutzorganisation den Menschen, die sich entschieden haben, einen Hund aufzunehmen, sich im ersten Schritt im Tierschutz nach einem neuen Gefährten umzusehen. Für den Fall, dass es unbedingt ein Rassewelpe sein soll, gibt TASSO im Rahmen seines Projektes ‚Wühltischwelpen – Nein danke!‘ Tipps für den Welpenkauf.

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