Panorama / Sulzbach

Tierschützer bringen über 87.000 entlaufene Katzen und Hunde nach Hause – zum Teil nach über acht Jahren

Allein 68.000 entlaufene Katzen sehnten sich 2018 in Deutschland zurück nach ihrem Zuhause.
Allein 68.000 entlaufene Katzen sehnten sich 2018 in Deutschland zurück nach ihrem Zuhause. Foto: Symbolbild / pixabay

Die Tierschutzorganisation TASSO zieht Bilanz: Zwischen Januar und Dezember 2018 sind in Deutschland mehr 100.000 Vierbeiner als vermisst gemeldet worden. Sie haben sich verlaufen, wurden versehentlich eingesperrt, sind aus Schreck panisch weggerannt oder haben eine unverschlossene Tür genutzt, um dem vermeintlich verlockenden Ruf der Freiheit zu folgen. Etwa 87.700 vermisste Hunde und Katzen hat die Tierschutzorganisation in demselben Zeitraum wieder mit ihren Haltern zusammengebracht.

Nicht alle dieser Tiere seien auch im Jahr 2018 entlaufen, heißt es seitens TASSO. Einige waren schon seit dem Vorjahr abgängig, andere sogar bereits seit einigen Jahren. Gleich mehrfach sei es sogar vorgekommen, dass Katzen nach mehr als acht Jahren wieder mit ihren Familien vereint werden konnten.

Möglich wurde das, weil die Nummer des Transponders oder in einigen Fällen auch eine Tätowierungsnummer zusammen mit den Daten des Tierhalters in der TASSO-Datenbank hinterlegt ist. So wird die eindeutige Identifizierung eines gefundenen Vierbeiners möglich und er kann seinem Halter zugeordnet werden. Für diesen sei die Nachricht, dass seine vermisste Katze oder sein entlaufener Hund gefunden wurde, meist eine lang ersehnte und alles verändernde Botschaft. Deswegen appelliert TASSO-Leiter Philip McCreight an alle Tierhalter: „Bitte lassen Sie Ihr Tier beim Tierarzt mit einem Transponder kennzeichnen und registrieren Sie anschließend die 15-stellige individuelle Nummer des Chips gemeinsam mit ihren Daten in der Datenbank von TASSO.“

Die Registrierung des Haustieres ist für den Halter kostenlos. Und die von Frauchen oder Herrchen angegebenen Daten werden nicht weitergegeben. Wird ein gechiptes und der Chip ausgelesen, zum Beispiel in einem Tierheim, kontaktieren die Mitarbeiter TASSO und im Anschluss der Tierschutzverein seinerseits den Halter. Umgekehrt ist es unglaublich wichtig, das geliebte Haustier chippen zu lassen und in der größten Heimtierdatenbank Deutschlands zu registrieren. „Durch eine Verkettung unglücklicher Umstände kann es jederzeit passieren, dass ein Vierbeiner entläuft. Das betrifft auch Wohnungskatzen, deren Halter eine Registrierung oft für unnötig erachten“, so McCreight. Dabei reiche es schon aus, wenn ein unbedarfter Besucher ein Fenster öffnet oder eine Tür nicht schließt und die Stubentiger entwischen. Das Leben draußen und die damit verbundenen Gefahren kennen die ausschließlich an einer Wohnung gewöhnten Katzen nicht und schweben daher in besonders großer Gefahr.

Die Bilanz für das Jahr 2018 des TASSO e. V. hingegen spricht Bände:

  • registrierte Tiere insgesamt: 9,3 Millionen, davon 5,3 Millionen Hunde, 4 Millionen Katzen
  • Tierhalter: 6,5 Millionen
  • neu registrierte Katzen 2018: 312.500
  • neu registrierte Hunde 2018 : 390.200
  • entlaufene Katzen: 68.000
  • entlaufene Hunde: 38.500
  • zurückvermittelte Katzen: 37.000
  • zurückvermittelte Hunde: 50.700

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