Sportlegenden machen sich für Ruhr-Olympia 2032 stark

Frank Busemann, Andrea Milz, Christian Kullmann und Christian Keller hatten Spaß mit dem Sportnachwuchs des Goethe Gymnasiums Dortmund Foto: INFORMER

Frank Busemann und Christian Keller unterstützen Sportprojekt der „Ruhr-Konferenz“. Das soll auch auf eine Bewerbung für die Spiele einzahlen

NRW macht ernst – mit Olympia 2032! 

Nachdem Ministerpräsident Armin Laschet (58/CDU) Anfang März die Vorzüge des Sportlandes Nordrhein-Westfalen bei IOC-Chef Thomas Bach (65) angepriesen hatte, läuft jetzt eine weitere Initiative, die auf eine geplante Bewerbung für die Spiele einzahlen soll. Unter dem Motto „Das Ruhrgebiet in Bewegung – wie begeistern Sportveranstaltungen die Region?“ fiel im Goethe-Gymnasium Dortmund, einer NRW-Sportschule, der Startschuss für das Themenforum Sport im Rahmen der „Ruhr-Konferenz“. 

„Nach dem Ende des Steinkohlebergbaus geht es darum, dem Ruhrgebiet neue Zukunft und neue Hoffnung zu geben“, erklärte Christian Kullmann (50), Vorstandchef von Evonik. Er leitet gemeinsam mit Staatssekretärin Andrea Milz (55/CDU) das Projekt. Kullmann weiter: „Groß denken, groß handeln: Das ist die richtige Leitschnur! Eine große Zukunftsidee sind Olympische Spiele an Rhein-Ruhr in 2032. Denn eine Olympiabewerbung kann auf dem Weg zur Entscheidung neue Kräfte und Potenziale freisetzen: beim Bau neuer Sportstätten, neuer Infrastruktur und neuer Verkehrswege.“

60 Expertinnen und Experten aus verschiedenen gesellschaftlichen Teilbereichen sammelten in Dortmund Vorschläge, wie der Sport in all seinen wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und gesundheitlichen Facetten noch besser gefördert werden kann. „Sie sollen frei denken“, animierte Milz die Teilnehmer. „Wir bündeln die Ideen und wollen die besten davon zeitnah umsetzen. Sport prägt das Bild dieser Region nachdrücklich und trägt zu dessen Identität bei.“ Dieses Potenzial solle für die Entwicklung des Ruhrgebiets nutzbar gemacht werden.

Besonders zur Förderung der vielen Aktiven und Ehrenamtler im Sportland Nr. 1 (18500 Vereine). Und dabei auch Grundlagen schaffen, dass junge Menschen einmal ihren persönlichen Olympiatraum verwirklichen können. So wie Frank Busemann (44/Zehnkampf-Silber 1996) und Schwimmer Christian Keller (46/Bronze 1996), die in der Sporthalle auf Nachwuchs-Handballerinnen des Goethe-Gymnasiums (einige bereits Nationalspielerinnen) trafen. Olympia-Legenden im Doppelpass mit Olympia-Hoffnungen…

„Ich wünsche mir für meine drei Kinder, dass sie Olympia 2032 vor der Haustür erleben dürfen“, so Keller. Er nahm viermal an den Spielen teil. Und Busemann ergänzte: „Emotionalität und Sportbegeisterung des Ruhrgebiets sind mit keiner anderen Region in Deutschland vergleichbar. Die Menschen hier tragen eine Olympiabewerbung mit.“ Laut einer repräsentativen Umfrage wollen 70 Prozent der Befragten die Spiele 2032 an Rhein und Ruhr!

Die „Ruhr-Konferenz“ wurde von der Landesregierung initiiert, um das Ruhrgebiet zu einer „erfolgreichen, wettbewerbsfähigen und lebenswerten Metropolregion im digitalen Zeitalter“ zu entwickeln. 20 sogenannte Themenforen werden von je von einem „Moderator“ der Landesregierung und einem oder zwei Vertretern aus Wirtschaft und Gesellschaft geleitet. Sie sollen Projektideen entwickeln, die das Ruhrgebiet nach vorne bringen. 

Für den Sport wurden beim Anpfiff Initiativen in den Bereichen Integration, Inklusion und Nachhaltigkeit angestoßen. Aber auch Antworten auf die Frage gesucht „Ist Fußball mehr als auf dem Platz – wie kann das Ruhrgebiet durch Fußball noch mehr profitieren?“. Die besten Ideen landen auf dem Tisch der Landesregierung – dann muss Laschet zeigen, wie ernst er es wirklich mit Olympia 2032 meint! 

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